Auktion 1121, Moderne Kunst - 30. November 2018, 30.11.2018, 17:00, Köln Lot 221

Lyonel Feininger, Süssenborn III

Lyonel Feininger, Süssenborn III, 1924, Auktion 1121 Moderne Kunst, Lot 221

Lyonel Feininger

1871 - New York - 1956

Süssenborn III

1924

Aquarell und Tuschfeder auf gräulichem Papier. 26,6 x 32,1 cm. Unter Glas gerahmt. Mit Tuschfeder unten links signiert 'Feininger', mittig betitelt 'Süssenborn III' sowie rechts datiert '29.I.24'. In der linken unteren Ecke mit schwarzem und blauen Kugelschreiber bezeichnet 'XX'. Rückseitig unten links mit dem Nachlass-Stempel. - In schönem Erhaltungszustand.

Achim Moeller, Direktor des Lyonel Feininger Project LLC, New York – Berlin, hat die Echtheit dieses Werkes, das im Archiv des Lyonel Feininger Project unter der Nummer 445-05-02-11 registriert ist, bestätigt. Das Werk wird in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis der Zeichnungen und Aquarelle von Achim Moeller und Sebastian Ehlert aufgenommen.

Provenienz

Nachlass Julia Feininger, New York; Europäische Privatsammlung

Im Frühjahr 1919 zieht Lyonel Feininger gemeinsam mit seiner Familie nach Weimar, wo er am Staatlichen Bauhaus den Posten eines „Meister der Form“ antritt. Als der erste einer ganzen Reihe namhafter Künstler, die Walter Gropius in den Folgejahren ans Bauhaus ruft, übernimmt Feininger dort die Leitung der druckgraphischen Werkstätten. Der Schritt nach Weimar bedeutet für ihn einen neuen Grad der Anerkennung.

Jenseits seiner Rolle als Lehrer und Vermittler zieht es den Künstler Feininger in dieser Zeit vor allem an die Grenzen der Stadt und die nahen Dörfer, wo er sich zeichnerisch mit den Ansichten der kleinen Orte des Weimarer Landes auseinandersetzt: Die Bürgerhäuser und Kirchen von Gelmeroda, Possendorf oder eben Süßenborn, heute ein Stadtteil von Weimar, sollten zu seinen ikonischen Motiven werden.

Die hier dargestellte Süßenborner Dorfkirche „Zu den 14 Heiligen“ zeichnete und malte Feiniger mehrfach. Dass der Künstler das vorliegende Aquarell offenbar sehr geschätzt und für die eigene Sammlung vorgesehen hatte, verrät die Kennzeichnung „XX“ in der linken unteren Blattecke.

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