Teller mit Kameenmalerei aus dem Hochzeitsservice für Prinzessin Luise

Teller mit Kameenmalerei aus dem Hochzeitsservice für Prinzessin Luise

Porzellan, schwarzer Fond, Camaieudekor in Eisenrot und Grisailletönen, radierte Vergoldung. Modell antikglatt mit Perlrand. In Spiegelmitte der Profilkopf des Herakles mit dem Fell des Nemäischen Löwen in der Optik eines geschnittenen mehrlagigen Sardonyx. Gerahmt von einem breiten Goldstreifen mit radiertem laufenden Hund. Um die Fahne ein goldenes Blattmotiv. Blaumarke Zepter, braune Reichsapfelmarke, Pressnummer 32, geritzt III. D 24,4 cm.
Berlin, KPM, 1823 - 32.

Große Teile des umfangreichen Services, das Prinzessin Luise von Preußen 1825 anlässlich ihrer Vermählung mit dem Prinzen Friedrich der Niederlande erhielt, wurden 1967 in London versteigert. Das Service setzte neue Maßstäbe für die königliche Aussteuer: Es gab 50 Couverts, die aus Suppentellern, drei Speisetellerfolgen und einem Dessertteller bestanden. Zwölf der 50 Dessertteller waren mit Kameenmotiven dekoriert. 22 andere Dessertteller waren mit Landschaften verziert, 16 weitere mit Blumen- und Früchtemalerei.

Provenienz

Westdeutsche Privatsammlung, verst. Lempertz Berlin Auktion 1065 am 30. April 2016, Lot 49.

Literaturhinweise

Abgebildet bei Köllmann/Jarchow, Berliner Porzellan, Bildband, München 1987, 324a.
S.a. Wittwer (HG), Raffinesse & Eleganz, München 2007, S. 170. Für Umfang und Bestellung des Services s. SPSG, KPM-Archiv (Land Berlin), Pret. 2, S. 121 - 124.

Lot 16 Dα

Schätzpreis:
6.000 € - 8.000 €

Ergebnis:
7.500 €