Teller mit dem Kameenbildnis des Aeneas

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Teller mit dem Kameenbildnis des Aeneas

Porzellan, farbiger Aufglasurdekor, ombrierte und gold akzentuierte Camaieumalerei in Purpur, Vergoldung. Modell assiette plate. In Spiegelmitte in einem goldenen Palmettenrahmen das Profil des trojanischen Helden mit Helm und Federbusch in der Imitation eines geschnittenen Chalzedons, seitlich bezeichnet "ÉNÉE". Um die Fahne optisch dreidimensionale antikische Blatt- und Volutenranken. Graue Stempelmarke ligiertes Doppel-L (berieben), goldenes Malerzeichen Di., am Rand M 27, Jv 23, Ritzzeichen (schwer lesbar). D 23,6 cm.
Sèvres, 1823.

Provenienz

William Cowper Prime, New York.
Private Collection, New York.
Sotheby's New York am 20. Mai 2010, Lot 1.

Literaturhinweise

Ein gleichwertig fein bemalter Teller mit dem Bildnis des Königs Louis-Philippe aus Sèvres bei Wittwer (Hg), Raffinesse & Eleganz, München 2007, Nr. 9.
Tamara Préaud erwähnt in ihrem Aufsatz "Alexandre Brongniart und die deutschen Manufakturen. Austausch und Reisen zwischen 1800 und 1847" hauptsächlich die Korrespondenz von Sèvres mit Wien und Meißen. Aber schon im Januar 1806 gab es eine größere Lieferung von Porzellanen zur KPM nach Berlin, die außer einer Büste Napoléons auch bemalte Stücke von Swebach umfasste und ein Kameenbildnis des französischen Kaisers (ibd. S. 115). Die Kameenmalerei beider Manufakturen bewegte sich zu diese Zeit auf einem durchaus vergleichbaren Niveau. Die KPM hat erst im Zuge der großen Aufträge nach 1818 begonnen, die Kameenmalerei technisch zu vereinfachen.

Lot 17 Dα

Schätzpreis:
10.000 € - 15.000 €

Ergebnis:
12.500 €