Vase mit zwei Berliner Prospekten

Vase mit zwei Berliner Prospekten - image-1
Vase mit zwei Berliner Prospekten - image-2
Vase mit zwei Berliner Prospekten - image-3
Vase mit zwei Berliner Prospekten - image-1Vase mit zwei Berliner Prospekten - image-2Vase mit zwei Berliner Prospekten - image-3

Vase mit zwei Berliner Prospekten

Porzellan, Biscuitporzellan, rosa Fond, farbiger Aufglasurdekor, matte und glänzende Vergoldung mit rotbraunen Korrekturen. Modell 1606, Französische Form mit Volutenhenkeln, zweiteilig gebrannt und verschraubt. Auf beiden Wandungsseiten in querformatigen Goldrahmen die sehr fein gemalten Ansichten des Opernhauses und der südöstlichen Fassade des Berliner Schlosses. Der rosa Fond dicht überzogen von Arabesken. Blaumarke Zepter, rote Reichsapfelmarke, roter Kreis, Presszeichen P und I. Beschädigung am Schaft retuschiert, Chip am Sockel restauriert, Vergoldung etwas berieben. H 41,6 cm.
Berlin, KPM, um 1845, nach Gemälden von Carl Daniel Freydanck.

Die Gemälde, die als Vorlage zu den Prospekten auf der Vase dienten, hängen heute beide in Schloss Charlottenburg. Sie sind datiert 1842 ("Das Königliche Schloß und die Lange Brücke in Berlin") und 1845 ("Ansicht des neuen Opernhauses in Berlin"). Es ist zu vermuten, dass kurz nach der Fertigstellung des neuen Operngebäudes auch diese Vase bemalt wurde. Die Eröffnung des prominent Unter den Linden gelegenen Gebäudes von Carl Ferdinand Langhans fand am 7. Dezember 1844 statt. Die Szene hält sich ziemlich präzise an die Bildfindung Freydancks, nur auf die Abbildung der vorbeifahrenden Kutschen wurde verzichtet. Rechts im Hintergrund ist die Kuppel der Hedwigskirche erkennbar, links die Türme der Werderschen Kirche.

Provenienz

Westdeutsche Privatsammlung.

Literaturhinweise

Vgl. Kat. Carl Daniel Freydanck, Berlin 1987, Nr. P 12, eine große Vase "Eyförmig No.3" mit gleichen Ansichten, aus der Sammlung Schloss Charlottenburg, Belvedere. Die Gemälde ibd., Kat.Nr. 8 und 10.

Lot 222 Dα

Schätzpreis:
8.000 € - 10.000 €

Ergebnis:
10.000 €