Seltene Vase mit plastischem Blütenbelag

Seltene Vase mit plastischem Blütenbelag

Weichporzellan, taubenblauer Unterglasurfond, pâte-sur-pâte-Malerei mit anbossierten Auflagen. Nicht identifiziertes Modell, Balusterform mit zylindrischem Hals und abgesetztem Fuß. Umlaufender reliefierter und freiplastisch anbossierter Dekor von Wiesenblumen über einem Korb. Blaumarke Zepter mit Sgr.P., Presszeichen 18 und 1 S. Minimale Chips an den Blüten. Vergoldete Bronzemontierung im Rokoko-Stil. H 24,5 cm.
Berlin, KPM, um 1880 - 90.

Mit der bahnbrechenden Herstellung einer für die KPM neuartigen Porzellanmasse, dem sogenannten Segerporzellan, gelang Dr. Hermann Seger 1880 eine revolutionärer Schritt für die damalige Berliner Keramikproduktion. Als Weichporzellan mit einem deutlich niedrigeren Brennpunkt, ermöglichte der Scherben neue Möglichkeiten der Bearbeitung, insbesondere in der Nutzung farbiger Unterglasuren, die, seit den Anfängen der Porzellanproduktion im Focus der Arkanisten, immer noch technische Probleme bereitet hatten.

Literaturhinweise

Zu den Kunstglasuren Dr. Hermann Segers und den Anfängen der Produktion von Segerporzellan s. Treskow, Die Jugendstil-Porzellane der KPM, Passau 1971, S. 15 ff.

Lot 283 Dα

Schätzpreis:
6.000 € - 8.000 €

Gebot
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