Tasse mit seltener Ansicht der Gartenseite des Palais des Prinzen Albrecht

Tasse mit seltener Ansicht der Gartenseite des Palais des Prinzen Albrecht

Porzellan, farbiger Aufglasurdekor, matte radierte und glänzende Vergoldung, Goldfond. Modell Walzenform auf Klauenfüßen, zugehörige UT. Auf der Schauseite in einem radierten Goldrahmen der atmosphärisch gemalte Innenhof im Sommer mit großer Gartenfontaine. Auf der Rückseite der Tasse und der Fahne der UT Palmetten und Goldranken. Blaumarke Zepter, rote Reichsapfelmarke, blaues I, Pressnummer 28.
Berlin, KPM, um 1832 - 40.

Das zwischen 1737 und 1739 errichtete Palais lag an der Wilhelmstraße und hatte die Hausnummer 102. 1830 wurde es vom preußischen Prinzen Albrecht bezogen (1809 - 72), der es sofort von Karl Friedrich Schinkel umgestalten ließ. Das Ergebnis des Schinkelschen Eingriffs ist auf der Ansicht gut zu erkennen. Das Basisgeschoss des Mittelrisalits überspannt eine Markise; auch die Gartengestaltung und die überwucherten Lauben über den Loggien sprechen für Schinkels Stil.
Bei einem Luftangriff im November 1944 wurd das Gebäude so schwer beschädigt, dass es als Ruine bis 1949 stehen blieb, dann beschloss der Berliner Senat die Sprengung.

Provenienz

Markgrafen und Großherzöge von Baden.
Sotheby´s Baden-Baden am 16. Oktober 1995, Lot 4966.

Lot 103 Dα

Schätzpreis:
4.000 € - 6.000 €

Ergebnis:
5.625 €