Auktion 1128, The Twinight Collection II, 06.04.2019, 17:00, Berlin Lot 111

Paar Vasen mit Ansichten von Berliner Gebäuden

 Königliche Porzellanmanufaktur Berlin KPM, Berlin, KPM, um 1842.Paar Vasen mit Ansichten von Berliner Gebäuden, Auktion 1128 The Twinight Collection II, Lot 111
 Königliche Porzellanmanufaktur Berlin KPM, Berlin, KPM, um 1842.Paar Vasen mit Ansichten von Berliner Gebäuden, Auktion 1128 The Twinight Collection II, Lot 111
 Königliche Porzellanmanufaktur Berlin KPM, Berlin, KPM, um 1842.Paar Vasen mit Ansichten von Berliner Gebäuden, Auktion 1128 The Twinight Collection II, Lot 111
 Königliche Porzellanmanufaktur Berlin KPM, Berlin, KPM, um 1842.Paar Vasen mit Ansichten von Berliner Gebäuden, Auktion 1128 The Twinight Collection II, Lot 111
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 Königliche Porzellanmanufaktur Berlin KPM, Berlin, KPM, um 1842.Paar Vasen mit Ansichten von Berliner Gebäuden, Auktion 1128 The Twinight Collection II, Lot 111
 Königliche Porzellanmanufaktur Berlin KPM, Berlin, KPM, um 1842.Paar Vasen mit Ansichten von Berliner Gebäuden, Auktion 1128 The Twinight Collection II, Lot 111

Paar Vasen mit Ansichten von Berliner Gebäuden

Porzellan und Biscuitporzellan, farbiger Aufglasurdekor, heller Rosafond, Goldfond und matte und glänzende Vergoldung. Model Französische Vase mit Rosettenhenkeln, zweiteilig gebrannt und verschraubt. Auf je zwei Wandungsseiten sehr fein gemalte Ansichten, oben im Hals bezeichnet "Das Königl: Schloß in Berlin." und "Das Königl: Palais in Berlin." bzw. "Die Werdersche Kirche in Berlin." und "Die Sternwarte in Berlin." Der Fond überzogen mit goldenem Gitterwerk um stilisierte Blüten- und Blattmotive. Auf den Oberseiten der Plinthen Arabesken. Blaumarke Zepter, rote Reichsapfelmarke. Verschraubung ersetzt. H 48,5 cm.

Berlin, KPM, um 1842.

Provenienz

Niedersächsische Privatsammlung.

Lempertz Berlin Auktion 906 am 23. Mai 2007, Lot 67.

Die Vorlage für die Ansicht des Schlosses ist ein Gemälde von Carl Daniel Freydanck von 1842, heute im Schloss Charlottenburg. Die Ansicht zeigt die Südostecke des Königlichen Schlosses von der Burgstraße aus in leichter Untersicht. Der an der Spree gelegene Ostflügel des Schlosses stammte teilweise noch aus der Regierungszeit des Kurfürsten Joachim II. (1535 - 71). Die südliche, dem Schlossplatz zugewandte Fassade hatte Andreas Schlüter im frühen 18. Jahrhundert neu gestaltet. Noch nicht dargestellt ist die mächtige Schlosskuppel an der Westfassade, die August Stüler erst 1845 - 53 errichtete. Den Mittelgrund nimmt die von Nering 1692 - 95 erbaute Lange Brücke mit dem Reiterstandbild des Großen Kurfürsten ein, das sich heute vor dem Charlottenburger Schloss befindet.

Das heute als Kronprinzenpalais bekannte Gebäude Unter den Linden wurde Mitte des 17. Jahrhunderts als Privathaus errichtet. 1732 wurde es für den damaligen Kronprinzen und späteren König Friedrich II. umgebaut. Seit 1793 wohnte hier der spätere König Friedrich Wilhelm III., der es auch nach seiner Thronbesteigung als Stadtwohnung beibehielt, weswegen das Gebäude bis zu seinem Tod als Königliches Palais bezeichnet wurde. Die Ansicht auf der Vase zeigt das Palais mit dem von Schinkel entworfenen, brückenartigen Verbindungsbau zum rechts anschließenden Prinzessinenpalais. Am linken Bildrand ist das von Nering und Schlüter errichtete Zeughaus zu sehen. 1856 wurde das Kronprinzenpalais erneut umgebaut und erweitert.

Die Friedrichswerdersche Kirche wurde im Auftrag des späteren Königs Friedrich Wilhelm IV. von Karl Friedrich Schinkel 1821 bis 1830 anstelle eines älteren Vorgängerbaus errichtet. Mit seinen klassizistischen Entwürfen konnte sich der Architekt gegen den Kronprinzen jedoch nicht durchsetzen, der auf einer Gestaltung im neugotischen Stil beharrte. Im Vordergrund ist der Werdersche Markt, ehemals Kälbermarkt, zu sehen.

Auch die Ansicht der Sternwarte folgt einem Gemälde von Carl Daniel Freydanck (1838, heute Schloss Charlottenburg). Anstelle der alten Sternwarte der Akademie der Wissenschaften in der Dorotheenstraße wurde 1832 bis 1835 nach einem Entwurf Schinkels eine neue Sternwarte am Encke-Platz errichtet. Die Ansicht zeigt das Gebäude von Südosten mit Blick auf die Fassade. Aufgemalte Fugen auf dem gelb gestrichenen Bau sollten eine Quaderung vortäuschen. Bereits 1913 wurde die Sternwarte abgerissen.

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