Helmkanne mit dem Bildnis des Thales

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Helmkanne mit dem Bildnis des Thales

Porzellan, Biscuitporzellan, Platin- und Goldfond, radierte, ombrierte und mit Bronzefarbe konturierte Vergoldung, Reliefgold, farbiger Aufglasurdekor. Gefäß in klassizistischer Architektur mit hochgezogenem Henkel über plastischen Stierkopfansatz. Die untere Wandung godroniert über Blattrelief, der kurze Nodus betont durch einen plastischen Perlfries, der Trichterfuß umlegt mit einem Fries aus optischen Kanneluren und stilisierten Blattmotiven. Auf der Schauseite ein eckiger Goldrahmen um das runde Bildfeld mit dem Kopf des Philosophen im Profil nach Links vor einem dunklen Hintergrund, betitelt "TALUS, ATHÉNIEN". Auf den Seitenwandungen antikische goldene Rundmedaillons mit Inschriften auf seladonfarbenem Fond: "LE COMPAS É LA SCIE" und "TOUR À POTIER". Blaue Stempelmarke ligiertes Doppel-L mit Lilie und nicht erkennbarr Jahreszahl, goldenes h. 16. A.l, Ritzzeichen SYG und 20-II. H 23,8 cm.
Sèvres, 1814 - 24.

Der Überlieferung zufolge wurde diese Kanne 1861 dem König von Thailand als diplomatisches Geschenk überreicht. Mit dem Bildnis des Thales von Milet, einem der Sieben Weisen des klassischen Altertums, einem der bedeutendsten Wissenschaftler und Philosophen des antiken Griechenlands, wurde eine Wahl getroffen, die den Beschenkten sicher direkt ansprechen sollte. Das Gefäß ist in der Epoche der Restauration entstanden, äußerst aufwändig und preziös gearbeitet, allerdings gänzlich im Geschmack des Empire gestaltet. Der Dekor erinnert an die Ornamententwürfe von Charles Percier und Pierre François Léonard Fontaine, deren berühmter "Recueil de décoration intérieure concernant tout ce qui rapporte à l'ameublement" 1812 in Paris publiziert wurde und Generationen von Gestaltern prägte.

Provenienz

König Mongkut oder Rama IV von Thailand (1804 - 1868).
König Chulalongkorn der Große oder Rama V. von Thailand (1853 - 1910).
Christie´s London am 16. November 2010, Lot 110.

Lot 144 Dα

Schätzpreis:
15.000 € - 20.000 €