Vase mit zwei Berliner Ansichten

Vase mit zwei Berliner Ansichten

Porzellan und Biscuitporzellan, gold gepunkteter Lapisfond, farbiger Aufglasurdekor, Goldfond und matte Vergoldung. Modell Französische Vase mit Rosettenhenkeln, zweiteilig gebrannt und verschraubt. Auf beiden Wandungsseiten sehr fein gemalte Ansichten, oben im Hals bezeichnet "Das Königl: Palais in Berlin." und "Der Kreuzberg bei Berlin." Blaumarke Zepter, rote Reichsapfelmarke, blauer Stern. H 48,5 cm.
Berlin, KPM, nach 1832.

Das 1732 von Philipp Gerlach für den späteren König Friedrich II. ausgebaute Kronprinzenpalais erhielt nach 1809 einen Anbau in Form eines Schwibbogens, der das Gebäude mit dem daneben liegenden Kronprinzessinenpalais verband. Diese Umbaumaßnahme war der erste königliche Auftrag für einen damals noch wenig bekannten Architekten, Karl Friedrich Schinkel.
Auch das Nationaldenkmal für die Befreiungskriege, auf der anderen Seite links im Vordergrund, ist auf Schinkels Idee zurückzuführen; er war mit Johann Heinrich Strack der ausführende Architekt. Friedrich Wilhelm III. legte den Grundstein am 19. September 1818; die feierliche Einweihung erfolgte am 30. März 1821 im Beisein des russischen Zaren Alexander I.

Provenienz

Sotheby´s London am 19. November 1996, Lot 211.

Lot 98 Dα

Schätzpreis:
15.000 € - 20.000 €

Ergebnis:
20.000 €