Zwei Kinder als Allegorie der Dichtung

Zwei Kinder als Allegorie der Dichtung - image-1
Zwei Kinder als Allegorie der Dichtung - image-2
Zwei Kinder als Allegorie der Dichtung - image-1Zwei Kinder als Allegorie der Dichtung - image-2

Zwei Kinder als Allegorie der Dichtung

Porzellan, farbiger Aufglasurdekor, Vergoldung. Große Gruppe aus zwei Putti als Allegorien der Lyrik (Erato) und des Theaters (Thalia) oder der Wahrheit (?) auf einem hohen Rocaillensockel vor einem bizarren Baum mit gelben Früchten. Blaumarke Bindenschild, rote 24. Ein verfüllter Brandriss im Sockel. H 32,5 cm.
Wien, Kaiserliche Manufaktur, um 1755 - 60, die Staffierung Konrad Hab zugeschrieben.

In dem aufgeschlagenen Buch steht ein Zitat von Ovid: "Os homini sublime dedit coelumque tueri" (Dem Menschen aber gab der Gott das erhobene und erhabene Antlitz. Er ließ ihn den Himmel schauen, das Auge zu den Sternen gewendet.) Auf der tiefer liegenden Schriftrolle steht das Motto: "quidquid agis, prudenter agas" (Was immer Du auch tust, handle klug), das vermutlichen aus einer Fabel Aesops stammt. Die oft vielschichtigen Allegorien des 18. Jahrhunderts lassen hier durchaus den Spielraum offen, die Figur des Kindes mit der Maske und dem auf das Auge deutenden Zeigefinger als Verkörperung der Wahrheit zu deuten.

Provenienz

Pfälzische Privatsammlung, 1970 bei Herbert Asenbaum in Wien erworben.

Literaturhinweise

S.a. Ahrens, Sammlung Faltus. Wiener Porzellanfiguren des Rokoko, Wien 2017, S. 136 f, Inv.Nr. 254 und 324, zwei Kindergrupen als Bildhauerkunst und Malerei, die sehr ähnlich diskursiv angelegt sind.

Lot 50 Dα

Schätzpreis:
2.000 € - 3.000 €

Gebot
Zustandsbericht anfordern