Klassizistischer Stuhl, sogenannter römischer Stuhl

Klassizistischer Stuhl, sogenannter römischer Stuhl

Weichholz, geschnitzt, farbig und gold gefasst über Kreidegrund, gelackt, Polsterung und textiler Bezug ersetzt. Profilierte und vierkantige Beine, die vorderen nach vorne, die hinteren nach hinten gebogen. Gerade profilierte Zarge. Konkave niedrige Rückenlehne bestehend aus einem profilierten Querrahmen und einer darin eingesetzten, durchbrochen gearbeiteten Faltrosette in einem profilierten Kreis. Fassungsverluste, vor allem auf der Rückseite. H 85,5, B 49,5, T 46 cm.
Ostdeutsch, Ende 18. Jh.

Provenienz

Elisabeth Baronin von Klopmann.
Berliner Privatbesitz.

Literaturhinweise

Vgl. einen Stuhl aus dem Schloss Wörlitz bei Schmitz, Deutsche Möbel des Klassizismus, Stuttgart 1923, S. 64.
S.a. Kat. Möbel für das Gartenreich Dessau-Wörlitz, Wolfratshausen 2007, Nr. 29. Im folgenden Text beschreibt Andreas Büttner die Beliebtheit des Modells, von dem sich nicht nur sechs Stühle in Dessau befinden (die Johann Andreas Irmer, nach 1786 zugeschrieben sind), sondern zahlreiche weitere in der Residenz Ansbach, im Schloss Mirow in Mecklenburg, im Weimarer Residenzschloss, im Schloss Tiefurt, im Berliner Schloss und im Schloss Monbijou, ebenso wie in dem 1798-99 nach Plänen von Gilly erbauten Schloss Freienwalde (ibd. S. 170f).

Lot 235 Dα

Schätzpreis:
4.000 € - 6.000 €

Ergebnis:
7.500 €