Vase mit Ansicht des Kronprinzenpalais

Vase mit Ansicht des Kronprinzenpalais

Porzellan, unterglasurblauer Kobaltfond, polychromer Emaildekor, radierte Vergoldung. Modell 1606, Blumenvase mit verziertem Henkel, zweiteilig gebrannt und verschraubt. Eckiges Bildfeld mit radiertem Goldrahmen, darin die fein gemalte Ansicht des gerade von Johann Heinrich Strack umgebauten Palais´. Hals und Fuß umlegt mit radierten Eichenkränzen. Die Greifenhenkel weiß mit goldenen Konturen. Blaumarke Zepter über Pfennigmarke, rote Reichsapfelmarke, geritzt V. H 56 cm.
Berlin, KPM, nach 1857.

Das 1663 errichtete Palais wurde mehrfach, mit jedem Besitzerwechsel, umgebaut. Karl Friedrich Schinkel richtete 1809 dort Räume für Friedrich Wilhelm III. ein und verband das Gebäude über eine Brücke mit dem benachbarten Prinzessinnenpalais. Für den Sohn Friedrich Wilhelm (den späteren Kaiser Friedrich III., 1831 - 88) riss Johann Heinrich Strack 1856/57 das ursprüngliche Mansarddach ab und setzte ein drittes Geschoss auf mit gleicher Achsengliederung. Außerdem betonte er die Portalzone durch den charakteristischen Säulenportikus.

Provenienz

Kopenhagener Privatsammlung.

Literaturhinweise

Die Form bei Ponert, Berlin 1985, Nr. 125 f. Auch dieses Modell wurde nach französischem Vorbild 1832 entwickelt.

Lot 304 Dα

Schätzpreis:
8.000 € - 10.000 €

Gebot
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