Urbino-Vase Nr. 3 mit der Muse Erato

Urbino-Vase Nr. 3 mit der Muse Erato

Porzellan und Biscuitporzellan, hellgelber Fond, polychromer Emaildekor, radierte und gepinselte Vergoldung. Modell 2070. Dreiteilig gebrannt und verschraubt. Ovoider Korpus mit bikonischem Hals, zwei kantige S-Henkel, oben in spiralig gelegten Akanthusranken endend, zwei aufgelegte Reliefmaskarons. Angeschraubter runder Fuß auf oktogonaler gestufter Plinthe. Auf der Schauseite eine Landschaftsinsel, eine junge Frau mit Schwan und Lyra zwischen Lorbeerbüschen. Antikisch gekleidet, mit Blumenkranz im Haar. Hals, untere Wandung, Fuß und Plinthe umlaufend dekoriert in Grün, Rot und schwarz konturierter Vergoldung. Die Oberseite der Plinthe vergoldet mit radiertem Vermicula-Ornament, die Seitenflächen alternierend dekoriert mit Lyra und Lorbeer. Blaumarke Zepter und Reichsadler im Kreis, rote Reichsapfelmarke. H 73 m.
Berlin, KPM, um/kurz nach 1856, das Modell von Julius Wilhelm Mantel.

Trotz eines Entstehungsdatum um 1856 ist die Vase konservativ bemalt im Stil der Königsgeschenke Friedrich Wilhelms III., die sein Sohn, Friedrich Wilhelm IV., nach 1840 weiterführte. Die Vorlage für die Darstellung ist unbekannt, ebenso wie die Provenienz der Vase.

Provenienz

Französischer Adelsbesitz.
Italienische Sammlung.

Literaturhinweise

Zur Form s. Ponert, Berlin 1985, Nr. 131.
Die KPM hat mehrfach Musendarstellungen reproduziert, u.a. auch für die Dessertteller vom Service vom Eisernen Helm. Im Besitz der Hessischen Hausstiftung befindet sich auch ein Teller mit Erato (Kat. Orden auf königlichem Porzellan, Eichenzell 2013, Nr. 4.262, Inv. Fasanerie Pe 350).

Lot 305 Dα

Schätzpreis:
30.000 € - 40.000 €

Gebot
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