Ceres-Tafelservice für sechs Personen

Ceres-Tafelservice für sechs Personen

Porzellan, vergoldet. Modell 10062. Bestehend aus:
Einer großen ovalen Platte, B 46,4 cm, Jahresbuchstabe W für 1922.
Einer kleinen ovalen Schüssel, B 25,3 cm, Jahresbuchstabe T für 1919.
Einer viereckigen Schüssel, H 9,6, D 28,3 cm, Jahresbuchstabe U für 1920.
Einer Deckelschüssel, H 11,8, B 26,3 cm, Jahresbuchstabe U für 1920.
Einer Sauciere mit Deckel, H 13,5, L ca. 23 cm, Jahresbuchstabe W für 1922.
Sechs Speisetellern, D 25,4 cm, fünf mit Jahresbuchstabe U für 1920 und Malerzeichen AS, einer mit Jahresbuchstabe O und Eisernem Kreuz für 1914.
Sechs Suppentellern, D 25,7 cm, Jahresbuchstabe T für 1919 und sechs Desserttellern, D 21,8 cm, Jahresbuchstabe V für 1921. Blaumarke Zepter, rote Reichsapfelmarke, grünes Signet TSB, Jahresbuchstaben, Dekornummer 16/31.
Berlin, KPM, 1912 - 22, das Modell von Theodor Schmuz-Baudiss, April 1912.

Dieses Service wurde, wie aus dem Preisverzeichnis der KPM um 1914 hervorgeht, dessen Teil VIII ausschließlich das Ceres Service erhält, zunächst in drei Dekorvarianten hergestellt: „mit Ährenkante in Gold und Aufglasurfarben“, „ohne Ährenkante in Gold und Aufglasurfarben“ und „ohne Ährenkante in Unterglasurfarben“. Die Manufaktur bot also das Ceres-Service sowohl mit Unterglasur- wie mit im Scharffeuer eingebrannten Aufglasurfarben an. Mit dieser in Berlin damals neuen Aufglasurtechnik folgte die KPM dem Beispiel der französischen Staatsmanufaktur Sèvres, die die Scharffeuer-Aufglasurmalerei für die „pâte dure nouvelle“ bereits vor 1900 entwickelt hatte.

Literaturhinweise

Das Modell bei von Treskow, Die Jugendstil-Porzellane der KPM, München 1971, S. 326.

Lot 387 Dα

Schätzpreis:
12.000 € - 14.000 €

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