Bauernhaus als Schreibzeug

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Bauernhaus als Schreibzeug

Porzellan, polychromer Emaildekor, feuervergoldete Bronze. Dicht mit Blättern und Blüten belegte Terrainplinthe eingesetzt in die terrassenförmig gestaltete Bronzemontierung auf durchbrochenen Rocaillenfüßen. Vier Stufen vorne, auf ein Becken zuführend, links ein Brunnen als Tintenfass, dahinter eine Seilwinde für den Eimer. Auf dem Dachfirst ein breiter Schornstein aus Porzellan und ein Uhrgehäuse in Form eines Taubenschlags mit einer dahinter eingesteckten Streusandbüchse. Weißes Emailzifferblatt mit kleinen vergoldeten gesägten Zeigern. Blaumarke Schwerter. Chips an den Blättern und Fingern, minimale Retuschen. Abbrüche an den Bronzeästen. Chips am Email der Uhr, eine Lötstelle auf der Platine. H 18,3, B 23, T 20,5 cm.
Meissen, um 1754, das Modell von Johann Joachim Kaendler und Johann Gottlieb Ehder, 1741. Die Bronzemontierung Paris, zugeschrieben, um 1755.

Literaturhinweise

Abgebildet im Kat. Blütenlese. Meißener Porzellan aus der Sammlung Tono Dreßen, München 2018, S. 19, Nr. 2.
Zwei weitere Exemplare ohne Bronzemontierung als "Haus mit Seilwinde" in der Sammlung Ritter Kempski von Rakoszyn (bei Kunze-Köllensperger, Das Holländische Dorf aus Meissener Porzellan. Dessert de luxe bei Graf von Brühl, München 2015, Nr. 20).
S.a. Kat. Triumph der blauen Schwerter, Dresden-Leipzig 2010, Nr. 306.
Im Arbeitsbericht Kaendlers unter März 1743 beschrieben als "Vor den Herren Ober Land Bau Meister Knöffeln ein durch brochenes Garten Hauß aus dem gröpsten Poußiret und angeleget, solches aber hernach dem Bildhauer Ödern folgendes zu Verfertigen gegeben." (Pietsch, Leipzig 2002, S. 78).

Lot 642 Dα

Schätzpreis:
6.000 € - 8.000 €

Ergebnis:
47.500 €