Seltener Teller aus dem Christie-Miller-Service

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Seltener Teller aus dem Christie-Miller-Service

Porzellan, polychromer Emaildekor, Vergoldung. Flach, oktogonal. Spiegelfüllende höfische Wasserlandschaft, zentral ein galantes Paar mit Dienern und Ball spielenden Kindern. Die segmentierte Fahne reich verziert mit goldradiertem und schwarz konturiertem Bandelwerk, darin vier Reserven zwei mit Reiterszenen, eine Kauffahrteidarstellung und ein Zeltlager. Das Gitterwerk des Steigbords unterbrochen von vier Reserven mit ähnlichen Szenen in Purpurcamaieu. Blaumarke Schwerter, Drehernummer 22. Geringer punktueller Glasurberieb. D 24,5 cm.
Meissen, um 1740.

Aus dem Nachlass des S.R. Christie-Miller wurden am 7. Juli 1970 61 Teile eines besonders reich dekorierten Speiseservices versteigert, das seither als Christie-Miller Service bekannt ist. Die hervorragenden Bemalungen lassen sich den in ihrer Zeit führenden Meissener Landschaftsmalern Johann George Heintze, Christian Friedrich Herold und Bonaventura Gottlieb Häuer zuschreiben.

Provenienz

Erworben bei Sotheby's Genf am 14. November 1989, Lot 11.

Literaturhinweise

Abgebildet im Kat. Blütenlese. Meißener Porzellan aus der Sammlung Tono Dreßen, München 2018, S. 97, Nr. 64.
Vgl. Kat. Slg. Hoffmeister, Bd.I, Hamburg 1999, Nr. 96 - 101, S. 182 ff. Hoffmeister erwähnt als Vorlage für diese Szenen Stiche des Augsburger Kupferstechers Melchior Küssel, "die in zwei Serien in den Jahren 1681 und 1682 von Johann Wilhelm Baur veröffentlicht wurden."
Weitere Teile aus dem Service in der Sammlung Carabelli (bei Pietsch, Frühes Meissener Porzellan, München 2000, Nr. 18).
Ein Teller und eine Schüssel aus dem Service verst. Lempertz Köln Auktion 819 am 16. Mai 2002, Lot 90 und 91, ein weiterer Teller Lempertz Köln Auktion 1048 am 15. Mai 2015, Lot 640.

Lot 692 Dα

Schätzpreis:
8.000 € - 10.000 €

Ergebnis:
15.000 €