Kommode von David Roentgen

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Kommode von David Roentgen

Mahagoni auf Eiche und Mahagoni massiv (Front), feuervergoldete Bronze und Messing Dreischübig, auf zugespitzten Vierkantfüßen. Horizontal furniertes Blatt, umlegt mit einem breiten eckigen Messingband. Feine, sans travers gelegte Vertikalfurniere auf Front und Seiten. Die Schubfronten eingefasst mit Perlbändern. Der schmale oberste Schub mit einer milleraie-Raute um das Schlüsselloch und zwei Rosettenbeschlägen mit Kranzgriffen. Die beiden unteren Schübe dekoriert mit Handhaben in Form von schmalen Tuchdraperien. Schmales längliches Tablier in Form von zwei flachen Akanthusblättern um eine Mittelrosette. Die Ecken gestaltet als Pilaster mit drei messingbelegten Kanneluren, oben ein elliptisches Feld mit einem antikischen Blattmotiv in Relief. Die Fronten und Außenseiten der vorderen und die Außenseiten der hinteren Beine gefüllt mit horizontal gelegten milleraie-Applikationen. Kassettierte Rückwand mit zwei (wohl originalen) seitlichen Metallriegeln zur Verhinderung des Plattenschwunds. H 83,5, B 112,5, T 57 cm.
Neuwied, um 1780 - 85.

Weitere Kommoden dieses Typs befinden sich in folgenden Sammlungen:
- Schloss Wied, Fürsten zu Wied.
- Ehemals Besitz Otto Carl Friedrich von Schönburg-Waldenburg, Schloss Waldenburg, dann Schloss Lichtenstein/Sachsen, dann Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau.
- Ehemals Besitz Carl-August von Sachsen Weimar, heute Kunstgewerbemuseum Berlin.
- Ehemals Palastmuseum Pawlowsk.

Provenienz

Aus dem Besitz von David und Katharina Roentgen, danach ihres ältesten Sohnes
Philipp Jacob Roentgen (1777 - 1785), danach im Besitz von dessen Sohn
Philipp Heinrich August Roentgen (1817 - 1878), danach im Besitz von dessen Tochter
Ida Wenck, geb. Roentgen (1858 - 1926).
Durch Vererbung an Gertrud Williger, geb. Matthiessen, von ihr 1938 an Heinrich Römer, Frankfurt, übergeben.
Von diesem verkauft als Teil des Roentgen-Nachlasses 1942.
Verst. Christie´s London am 6. Dezember 2012, Lot 100.
Sammlung Oberkirch, Mallorca.
Verst. Demessieur Düsseldorf am 27. Juni 2015, Lot 8.
Rheinische Privatsammlung.

Literaturhinweise

Abgebildet bei Greber, Abraham und David Roentgen. Möbel für Europa, Bd. 1, Starnberg 1980, S. 269 (Reproduktion des Fotos aus dem Nachlass Roentgen im Haus von Ida Wenck, Herrnhut, 1920, mit dem von Greber verfassten Untertitel: "Die Möbel wurden im Krieg zerstört.") Zum Text s. ibd. S. 267 f,
Abgebildet bei Fabian, Abraham und David Roentgen. Das noch aufgefundene Gesamtwerk ihrer Möbel- und Uhrenkunst in Verbindung mit der Uhrmacherfamilie Kinzing in Neuwied. Leben und Werk, Verzeichnis der Werke, Quellen, Bad Neustadt 1996, Nr. 309, dort bezeichnet als "Provenienz: David Roentgen, auf dem Erbgang zu Wilhelm Wenk, Herrnhut, Kriegsverlust in Frankfurt".

Lot 405 Dα

Schätzpreis:
200.000 € - 250.000 €

Ergebnis:
325.000 €