Otto Dix - Elbufer in Dresden

Otto Dix - Elbufer in Dresden - image-1
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Otto Dix

Elbufer in Dresden
1912

Öl auf Leinwand, auf festen Karton (30,9 x 50 cm) aufgezogen 30,9 x 49,8 cm Gerahmt. Unten rechts grau signiert 'DIX'. - In gutem Erhaltungszustand. Vereinzelte minimale Retuschen.

Diese Dresdner Elbdarstellung von 1912, motivisch nah verwandt einer 2013 versteigerten Uferansicht (vgl. „Blick auf die Elbvillen des Käthe-Kollwitz Ufers in Dresden-Blasewitz mit Elbauen und Kahn im Vordergrund“, Villa Grisebach, Auktion 219/Los 427), ist ein charakteristisches Frühwerk des Künstlers. Der Farbauftrag ist pastos, postimpressionistisch, die Tonalität frisch, gegenstandsgebunden und atmosphärisch. Die Jahre 1909-1912 bis zu dem expressiven Stilwechsel, der 1913 zu beobachten ist, sind gekennzeichnet von landschaftlichen Fensterausblicken, Stadt- und Fabrikansichten, vor allem aber von Darstellungen des Elbtales, seiner Wiesen und Flußufer, davon nicht wenige in öffentlichem Besitz (vgl. Löffler 1912/8-13). Kennzeichnend für diese Kompositionen ist zuweilen eine einfache bildparallele Darstellung mit waagerechten Horizonten unter lichtem Himmel mit belebten Wolkenzügen. In der vorliegenden reizvollen Ölstudie bevorzugt Dix einen ähnlich klaren Zonenaufbau, wobei der Himmel, die weißen Villen und Bäume des jenseitigen Ufers sich im fließenden Strom schimmernd spiegeln. Die differenzierten und vermischten Farblagen in Blau, Grau, Graublau und Weiß bereichern sich durch zarte Grün- und Orangewerte, diese malerische Impression optisch fein wie effektvoll belebend.

Werkverzeichnis

Nicht bei Löffler

Zertifikat

Wir danken Rainer Pfefferkorn, Otto-Dix-Stiftung, Vaduz für freundliche Information; die Arbeit wird unter der Nummer 1912/28 in das Werkverzeichnis der Gemälde aufgenommen.

Provenienz

Sammlung Dr. Werner Stockhausen, Krefeld; Privatsammlung Krefeld; Galerie Remmert und Barth, Düsseldorf; Rheinische Privatsammlung

Literaturhinweise

Ausst. Kat. Überblick 2015, Galerie Remmert und Barth, Düsseldorf 2015, Kat. Nr. 43 mit Farbabb. auf dem Rückumschlag und S. 14 (mit Hinweisen zum Motiv von Rainer Beck)

Lot 122 D

Schätzpreis:
28.000 € - 32.000 €

Gebot
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