Johann Heinrich Schröder - Königin Luise von Preußen

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Johann Heinrich Schröder

Königin Luise von Preußen

Öl auf Leinwand (doubliert). 36 x 28 cm.

Das uns vorliegende halbfigurige Portrait zeigt Luise in weißem Chemisenkleid, den Kopf im Profil nach links gedreht. Ein kornblumenblaues Tuch umschlingt sie sanft, von ihrem linken Arm zu ihrer rechten Schulter. Die Wiedergabe des Gesichts ist von beeindruckender Lebendigkeit, das dunkelblonde Haar, "à la grecque" frisiert, ist mit höchster Feinheit gezeichnet.
Dieser Typus des Luisen-Portraits ist, wie kaum ein anderer der zu ihren Lebzeiten entstandenen Bildnisse, von Schröder selbst (meist als Pastell) oder von anderen Künstlern wiederholt worden.
Die Entstehung von Schröders Erstfassung, welche bis dato nicht eindeutig identifiziert ist, wird durch einen Brief der Königin an ihren Gemahl vom 26. Mai 1800 belegt: "Nach dem Bade besuchten mich meine Brüder [...] Ich zog mich an und um 11 Uhr saß ich Herrn Schröder gegenüber, der nebenbei bemerkt heute noch einmal wiederkommt." Professor Börsch-Supan geht davon aus, dass diese Erstfassung, in einer leichter auszuführenden Pastelltechnik gemalt wurde. Obwohl es sich um den vor allem durch einen Kupferstich von Ferdinand Ruscheweyh (1804) vielleicht bekanntesten Bildnistypus der Königin handelt, ist eine eigenhändige Fassung von J.H.Schröder selten. Zuletzt ist ein Pastell in einer Auktion bei Henrici in Berlin am 18. September 1922 nachweisbar.
Gerahmt ist unser rechteckiges Gemälde in einem für den Maler typischen Rahmen mit ovalem Ausschnitt.

Zertifikat

Prof. Dr. Helmut Börsch-Supan, Berlin, 27.10.2020.

Provenienz

Süddeutsche Privatsammlung.

Lot 189 Dα

Schätzpreis:
15.000 € - 20.000 €

Ergebnis:
20.000 €