Gerhard Richter - 3.3.89

Gerhard Richter - 3.3.89 - image-1
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Gerhard Richter

3.3.89
1989

Öl auf Papier. 21 x 29,5 cm. Auf Unterlagenkarton. Unter Glas gerahmt. Auf dem Unterlagenkarton signiert, datiert und betitelt '3.3.89 Richter'. - Mit Atelierspuren.

Diese Arbeit ist ein wunderbares Beispiel für das Zusammenspiel von Richters Auseinandersetzung mit dem Grau als Spiegel, Grundfarbe, und Feld in dem man sich verlieren kann. Das Grau ist als Ausgangspunkt dieser Arbeit gekonnt gesetzt. Der Betrachter erkennt die meisterhafte Anwendung der dunklen Schattierung im oberen Bereich und Akzente hellerer Farbtöne - fast weiß - in der unteren Hälfte der Bildfläche. Fast so, als ob Richter dem Betrachter nur einen Ausschnitt auf diese monochromatische Schattierung hinter einem Schleier aus Gelb und Orange geben wollten. Im Gegensatz zu den ruhigen Pinselstrichen, die den dunklen Farbauftrag charakterisieren, scheinen die hellen, feurigen Farben über der malerischen Fläche zu schweben. Richters überschwänglicher Stil, bei dem der Farbauftrag die Hand des Künstlers fast negiert, erzeugt den Überschwang, für den er berühmt geworden ist. Konnotationen von Licht und Dunkelheit, möglicherweise Feuer (wir wissen, dass seine frühen Werke verbrannt wurden) oder auch die Analogie zu Silber und Gold werden bei dem Betrachter geweckt. Es wurde 2014 in einer Ausstellung in der Galerie Michael Schultz mit dem Titel „Abstract Illusion“ gezeigt.

Werkverzeichnis

Gerhard Richter Online-Werkverzeichnis, Oil on paper, 3.3.89

Provenienz

David Nolan Gallery, New York; Phillips de Pury & Company, New York, 16.11.2012, Lot 181; Privatsammlung, Bayern

Ausstellung

Berlin 2014 (Galerie Michael Schultz), Abstract Illusion
New York 2013 (Barbara Mathes Gallery), Master Drawings New York

Lot 26 D

Schätzpreis:
130.000 € - 150.000 €

Ergebnis:
162.500 €