Vase mit dem Reliefbildnis König Friedrich Wilhelms III.

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Vase mit dem Reliefbildnis König Friedrich Wilhelms III.

Porzellan, Biscuitporzellan, preußischblauer Fond, Aufglasurdekor in reduzierter Polychromie, radierter Golddekor. Nicht identifiziertes Modell. Kraterform auf quadratischer Plinthe, zweiteilig gebrannt und verschraubt. Recto ein goldenes Oval mit radierter Lorbeerbordüre um das in Biscuitporzellan aufgelegte Brustbildnis des Königs im Profil nach rechts. Verso eine Ovalreserve mit Trophäen en grisaille auf hellgrauem Fond. Reicher Golddekor mit radierten Arabesken und Akanthus. Zwei plastische Adler als Handhaben, in ihren Krallen reliefierte Eichenlaubgirlanden haltend. Blaumarke Zepter, schwarzer Unterstrich. Retuschierter Brandschaden (Zweiter Weltkrieg?), zwei Vertikalrisse im Krater restauriert, Nodus ersetzt/ restauriert. H 48,5, D 29,8 cm.
Berlin, KPM, um 1815 - 16, das Modell von Johann Carl Friedrich Riese, das Bildnis des Königs nach Leonhard Posch.

Das Vasenmodell findet die erste Erwähnung im Katalog der Berliner Akademie-Ausstellung 1810: "Eine große Vase [...] Bronzeartige Adler, statt der Henkel, halten in ihren Schnäbeln Myrthenzweige und in ihren Klauen ein bronzeartiges Gehänge von Eichenlaub. Von Herrn Modellmeister Riese ausgeführt." (Kat. Raffinesse & Eleganz, S. 472). Abgesehen von dieser Vase, die Königin Luise im Kreis ihrer Kinder zeigt, erwähnt Samuel Wittwer vier weitere Exemplare dieses Modells:
1. Eine Vase mit den Brustbildern der vier gegen Napoleon verbündeten Majestäten, die 1815 an König Friedrich Wilhelm III. ausgeliefert wurde und sich heute in der KPM-Porzellansammlung befindet.
2. Eine Vase mit den Herrscherporträts in Kameenmalerei, 1816 an Pinz Friedrich der Niederlande ausgeliefert.
3. Zwei weitere Vasen mit dem Reliefbildnis Friedrich Wilhems III.
Man kann also mit großer Sicherheit davon ausgehen, dass auch dieses Exemplar für den König produziert wurde und als königliches Geschenk gedacht war.

Provenienz

Römische Privatsammlung.

Literaturhinweise

Vgl. Wittwer (Hg), Raffinesse & Eleganz Königliche Porzellane des 19. Jahrhunderts aus der Twinight Collection New York, München 2007, Abb. 59 f., S. 56 f.
Vgl. Forschler-Tarrasch, Leonhard Posch 1750 – 1831 Porträtmodelleur und Bildhauer, Berlin 2002, Nr. 65 a, das Gipspositiv des Porträts von 1815 in der Sammlung Münzkabinett Berlin SMPK.