Große Stele des Parshvanatha. Stein. Indien, wohl Madhya Pradesh. 9./10. Jh.

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Große Stele des Parshvanatha. Stein. Indien, wohl Madhya Pradesh. 9./10. Jh.

Unbekleidet stehend in kayotsarga auf einer Plinthe, steigt hinter der Figur sein yaksha, die Schlange Dharanendra auf, die ihre siebenköpfige Haube über dem Kopf ausbreitet. Zur Rechten steht seine yakshi, Padmavati, die einen Schirm über den jina hält. Darüber zwei Kämpfer, zur Linken des Parshanantha oben Samvara, der in Begriff ist einen Felsbrocken zu werfen, unten betende Stifterfiguren, darüber Figuren und Tiere aus dem Gefolge von Samvara. Holzsockel.
H 95 cm

Parshvanatha ist der 23. der 24 Vorläufer (tirthankara [Furtbereiter]) der jainistischen Tradition. Hier dargestellt ist eine Episode aus der Biographie des jina. Dieser rettete ehemals zwei Schlangen vor einer Feuersbrunst und diese wurden in Folge zu seinen yaksha und yakshi, Dharanendra und Padmavati. Später als Parsha in tiefer Meditation verweilte, wurde er von Samvara und seinem Gefolge sieben Tage lang angegriffen. Zudem ließ dieser es so lange regnen, bis das Wasser bis zur Nase des jina stieg. Doch die Schlange Dharanendra beschützte ihn mit ihrer ausgebreiteten Haube vor dem Regen und Padmavati hielt einen Schirm über den jina. Nichts konnte Parshva in seiner Versenkung stören. Schließlich gab sich Samvara geschlagen, verneigte sich und zog mit seinem Gefolge ab.
Die Stele bringt in der in sich ruhenden Gestalt des tirthankara und im wilden Geschehen um ihn herum die Kraft der Ruhe sichtbar zum Ausdruck.

Darstellungen des Parshvanatha waren unter den Digambara, einer der beiden Untergruppen der Jaina, in Ellora und im südlichen Indien beliebt. Doch gibt es sie auch in Zentral-Indien. Für die Geschichte und zahlreiche Vergleichstücke siehe U. P. Shah, A Parshvanatha Sculpture in Cleveland, in: The Bulletin of the Cleveland Museum of Art, Bd. 57, Nr. 9 (Dezember 1970), S. 303-311 und P. Pal, The peaceful liberators, Jain Art from India, Ausstellungskatalog 1994, Kat.-Nr. 21 und 22

Provenienz

Sammlung Kurt Erwin Stavenhagen (Frankfurt 1899-1984 Mexiko-Stadt), verkauft bei Dr. Ernst Hauswedell, Hamburg, 26.11.1962, Los 16 für DM 20.000 (Taxe 18.000)
Sammlung Hans König (1913-1972), Köln, verkauft bei Lempertz, Köln, 22.3.1973, Lot 1016
Sammlung Dr. Jansen, erworben auf obiger Auktion (Rechnung liegt vor)

Lot 3 Dα

Schätzpreis:
10.000 € - 15.000 €

Ergebnis:
52.920 €