Tischdenkmal für Königin Maria I. von Portugal
Bronzeguss im Wachsausschmelzverfahren, fein schimmernde Patina, Vergoldung, weißer und schwarzweißer Marmor. Links an der Plinthe graviert "Domenico.Pieri.Fecit". H 27,5 cm, auf Postament H 49,2, B 15,2, T 16,5 cm.
Domenico Pieri nach João Jose de Aguiar (1769-1841)
Die Bronzeplastik stellt die Figur der Maria I. Königin von Portugal dar. Es handelt sich um eine auf Tischgröße verkleinerte Kopie der großen Marmorfigur vor dem Nationalpalast von Queluz. Das Denkmal mit vier weiteren Assistenzfiguren, den Allegorien der vier Kontinente, auf einem monumentalen Postament wurde um 1794 von dem Bildhauer João Jose de Aguiar in Rom geschaffen, kam aber erst 1802 nach Portugal.
Maria I., Königin von Portugal, wurde als Maria Francisca Isabel Josefa Antónia Gertrudes Rita Joana de Bragança 1734 in Lissabon geboren und übernahm 1777 als erste Frau die portugiesische Königswürde. In der napoleonischen Zeit floh sie mit ihrer Familie nach Brasilien. Dank der militärischen Intervention der Engländer und des Herzogs von Wellington erhielt sie ihr Königreich zurück, ohne dass sie Portugal jemals wieder betreten hätte. Nach neun Jahren im Exil verstarb sie als Königin von Portugal und Brasilien 1816 in Rio de Janeiro. Sie hat die Aufstellung ihres Denkmals nie erlebt.
Es ist anzunehmen, dass die kleine Bronzestatue von einer römischen Gießerei noch in der Zeit produziert wurde, als João Jose de Aguiar im Atelier von Canova arbeitete bzw. bevor das Monument nach Lissabon verschickt wurde. Leider wissen wir nichts über den Gießer Domenico Pieri.