Anton Raphael Mengs
Porträt Fra Pietro (Fioretti) da Viterbo
Öl auf Holz (parkettiert). 69 x 49,5 cm.
Beim vorliegenden Gemälde handelt es sich um eine zweite Version von Mengs‘ Porträt des Kapuzinermönchs Pietro da Viterbo in der Alten Pinakothek in München. Das vorliegende, unten rechts mit „R: Mengs“ bezeichnete Werk ist in der online erscheinenden Fortsetzung des zweibändigen Werkverzeichnisses von Steffi Roettgen unter der Nr. DW_345 verzeichnet und die Autorin schreibt zu den beiden Werken: „In der Qualität der Ausführung sind beide Versionen gleichrangig, wie an der Augenpartie, dem Ohr, dem in meisterhafter Feinmalerei ausgeführten Kopf- und Barthaar, der Mundpartie und der linken Hand deutlich wird.“
Das Gemälde ist ein interessantes Beispiel für die kurze Phase von Mengs, in der er sich durch das Oeuvre Rembrandts inspirieren ließ. Über den dargestellten Kapuzinermönch ist kaum etwas bekannt, außer dass er öfters das Haus des Malers in Rom aufsuchte. Mengs soll ihn dann allein wegen seines schönen Kopfs porträtiert haben.
Zertifikat
Prof. Dr. Steffi Roettgen, München, 6.11.2018.
Provenienz
Dem rückseitigen Aufkleber zufolge bis 1886 in „der Sammlung des Herrn Wilhelm […]/ Sarasin“, bei dem es sich wohl um den Basler Bandfabrikanten und Großrat Wilhelm Emanuel Sarasin-Iselin (1855-1929) handelt. – Schweizer Privatsammlung.
Literaturhinweise
Digitales Werkverzeichnis in Kooperation mit Steffi Roettgen, Werknummer DW_345 (https://sempub.ub.uni-heidelberg.de/wv_mengs/de/wisski/navigate/22431/view). Zur Münchener Version vgl. S. Roettgen: Anton Raphael Mengs 1728-1779, 2 Bde., München 1999 u. 2003, Bd. 1, Nr. 214, S. 282-4.