Lot 66 D α

Kette mit historischen Orientperlen

Auktion 1274 - Übersicht Köln
20.11.2025, 14:00 - Schmuck und Uhren
Schätzpreis: 6.000 € - 8.000 €
Ergebnis: 113.400 € (inkl. Aufgeld)

Kette mit historischen Orientperlen

Geknotete Kette aus 97 im Verlauf angeordneten barocken Naturperlen marinen Ursprungs (leicht bis deutlich unrund, Oval-/Ei- und Hochboutonform, weiß bis crèmefarben mit silbrigem Lüster, Durchmesser ca. 5,3 - 9,8 mm, zus. ca. 250 ct). Zierliche Schließe in Entourageform gefasst mit kleinem runden Rubin carmoisiert mit zehn Altschliffdiamanten. Nicht gestempelt. Perlen partiell mit deutlichen Altersmerkmalen. L 43,5 cm. Gesamtgewicht 51,65 g.
Deutschland, um 1910, mit Veränderungen..

Die Perlen stammen aus dem ehemaligen Besitz der schlesischen Gräfin Jelka Marka Clementine Georgine v. Tiele-Winckler geb, von Lepel-Beseritz (1857 - 1942). Auf einem Porträt aus der Gründerzeit trägt sie ein langes Perlensautoir. Laut Familienüberlieferung wurde dieses bei Erbgang auseinandergenommen und die Perlen auf ihre drei Töchter aufgeteilt. Ihr Ehemann, Franz-Hubert von Tiele-Winckler, preußischer Landrat und Erbe eines bedeutenden schlesischen Bergbauunternehmens, wurde 1895 vom deutschen Kaiser in den erblichen Grafenstand erhoben. Die Großindustriellen gehörte zu den wohlhabendsten Familien Preußens und besaßen reichen Großgrundbesitz, darunter das oberschlesische Miechowitz im Landkreis Beuthen und das Palais Tiele-Winckler in Berlin.

Zertifikat

Befundbericht Nr. 83192 von Elisabeth Strack, Gemmologisches Institut Hamburg vom 13.08.2025, bestätigend, dass es sich um Naturperlen maritimen Ursprungs (Salzwasser) handelt.

Provenienz

Jelka Gräfin von Tiele-Winckler, Schloss Miechowitz/Oberschlesien, seitdem im Familienbesitz.