Nürnberger Renaissance-Pokal
Silber, vergoldet. Runder, aufgewölbter und eingeschnürter Fuß mit flach getriebenem Schweifwerk und Fruchtgebinden. Über einer gegossenen Vase mit drei Spangen die zylindrische, nach oben konisch geweitete Kuppa mit glattem, leicht ausgestelltem Lippenrand. Die Wandung dekoriert mit drei fein ziselierten Maskarons zwischen reichem Beschlagwerk und Fruchtgebinden. Der leicht aufgewölbte Deckel mit entsprechendem Dekor, die Deckelbekrönung in Form eines Landsknechts, in der Linken einen Schild, in der Rechten eine Lanze haltend. Marken: BZ Nürnberg für 1576 - 1591, MZ Heinrich Jonas (1580 - 1605, GNM Nr. BZ08, 407a), Tremolierstich. Französische Repunzierung "Cygne". H 31 cm, Gewicht 369 g.
Nürnberg, Heinrich Jonas, 1580 - 1591.
Provenienz
Niederländische Privatsammlung.
Literaturhinweise
Zu Jonas vgl. Kat GNM 2007, Abb. 145, 182. Vgl. auch einen Nautiluspokal des Meisters im Besitz der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, abgebildet bei Ulrike Weinhold und Theresa Witting, Goldschmiedekunst im Grünen Gewölbe, Dresden 2024, S. 287 ff. Zum Typus vgl. zwei Nürnberger Pokale im Germanischen Nationalmuseum, abgebildet im Kat. Wenzel Jamnitzer und die Nürnberger Goldschmiedekunst 1500 - 1700, München 1985, Nr. 42, 63. Die Ornamentvorlagen gehen wohl auf Nürnberger Stecher wie Paul Flindt und Bernard Zam zurück; vgl. dazu Kat. Die Wiener Silber-Sammlung Bloch-Baur/Pick, Wien 2008, S. 46.