Gillis Clasz. de Hondecoeter
Bewaldete Flusslandschaft
Öl auf Holz. 36,8 x 63,3 cm.
Gillis Claesz. Hondecoeter malte Landschaften, oft mit vielen Tieren und kleinen Staffagefiguren in der Art des Roeland Savery, David Vinckboons oder Gillis van Coninxloo. Wie diese Künstler war auch Gillis Claesz. Flame von Geburt und später in Holland tätig. Bei Coninxloos war der Umzug religiös motiviert, bei den Jüngeren wahrscheinlich aus finanziellen Gründen.
Die vorliegende Tafel, einst Roeland Savery zugeschreiben, vereint die charakteristischen Merkmale der Malerei Gillis Caesz. de Hondecoeters: Dichte und schattige Waldpartien mit knorrigen Baumstämmen und feingliedriger Staffage auf der einen Seite, zugleich ein Fernblick auf eine sonnige Partie auf der anderen.
Die Existenz dieses Gemäldes, das sich bis vor wenigen Jahren in schottischem Privatbesitz befand, lässt sich bis in das frühe 19. Jahrhundert zurückverfolgen.
Provenienz
John Stuart, 1. Marquess of Bute (1744–1814), und durch Erbfolge in Luton Hoo an John Crichton-Stuart, 2. Marquess of Bute (1793–1848). – Seine Versteigerung, Christie's, London, 7.6.1822, Lot 37 (als R. Savery). - Sieben Generationen im Besitz der Familie Colquhoun. – James Ewing (1775–1853), Strathleven House, Dunbartonshire, und durch Erbschaft dort bis 1924. – Slg. Lowood House, Melrose, Roxburghshire, Schottland, und durch Erbschaft an den Vorbesitzer. – Privatsammlung, Schottland, bis 2021.