Auktion 822, Moderne Kunst 4. Juni 2002, 04.06.2002, 10:30, Köln Lot 399

Hans Purrmann, Sanary

Hans Purrmann, Sanary, 1930, Auktion 822 Moderne Kunst 4. Juni 2002, Lot 399

Öl auf Leinwand 54 x 65 cm, gerahmt. Unten rechts schwarz signiert H. Purrmann sowie rückseitig zweifach auf dem Keilrahmen mit dem Stempel "Nachlass R.V. Werk von Hans Purrmann HP" und der handschriftlich hinzugefügten Nr. "6" und einem roten Zollstempel versehen.

Provenienz

Sammlung Regina Vollmoeller, Zürich

"Besonders reich waren die Ergebnisse des Sommers 1930, in dem Purrmann in Sanary-sur-Mer, an der südfranzösischen Küste, wo er auch Werner Gilles kennen lernte, malte. Karl Scheffler hat in einem berühmt gewordenen Aufsatz 'Kunst und Künstler' diese Bilder charakterisiert. Der Aufsatz schließt mit den Sätzen:

'Es ist die Ernte eines Malers, der noch vor dem Motiv redlich zu malen wagt, der vor der Natur von der Natur zu abstrahieren vermag und der in der Studie schon, durch Auslassen, Verstärken und Zusammenfassen, die künstlerische Übertragung herstellt, weil er anders als kunstmäßig überhaupt nicht anschauen und denken kann. Diese neue Kollektion wirkt wohltätig, weil die Malerei so menschlich einfach anmutet, weil sie unter der Kontrolle der Erfahrung leicht geblieben ist, weil sie sich, bei allem Ernst, vieldeutig spielerisch gibt, weil sie von der Wahrheit der Anschauung lebt und doch festlich gesteigert erscheint, weil die Bilder zu Ende geführt sind, ohne die Frische des ersten Wurfs einzubüßen, weil in der Gesamtheit der Bilder etwas Edles ist, ein heiteres lyrisches Glück, weil es Naturbekenntnisse sind eines 'ganz von einer Empfindung vollen Herzens'." (zit. nach: Ausst. Kat. Hans Purrmann, München 1962, S. 35)

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