Auktion 822, Moderne Kunst 4. Juni 2002, 04.06.2002, 10:30, Köln Lot 444

Franz Wilhelm Seiwert, Fabrikarbeiter

Franz Wilhelm Seiwert, Fabrikarbeiter, 1927, Auktion 822 Moderne Kunst 4. Juni 2002, Lot 444

Öl auf leichtem Karton 28 x 21,8 cm. Oben rechts monogrammiert und datiert FWS 27 (in die noch nasse Farbe eingeritzt). Rückseitig im oberen Rand auf eine Unterlage montiert.

Provenienz

Sammlung Mueller-Kraus, Oslo; Sammlung Orthey, Köln; Privatbesitz Wuppertal

Ausstellungen

Wuppertal 1990 (Kunst- und Museumsverein Wuppertal/Von der Heydt-Museum), Verborgene Schätze, Arbeiten des 20. Jahrhunderts auf Papier aus Wuppertaler Privatsammlungen, S. 60 mit Abb. rechts

Das Werk des früh verstorbenen Franz Wilhelm Seiwert, eines Hauptvertreters der sogenannten "Kölner Progressiven", ist eng mit der Zeitgeschichte verbunden: Seiwert war ein ungewöhnlich konsequenter politischer Mensch, auch in seiner Kunst. Als Jude blieb ihm zwar das Schicksal von Millionen Anderer unter der kurz vor seinem Tod beginnenden Herrschaft der Nationalsozialisten erspart, sein Werk aber wurde stark betroffen und dezimiert, so daß es erst 45 Jahre später durch verschiedene Publikationen und der Retrospektive von 1978, die von Köln über Münster nach Berlin und Ludwigshafen wanderte, einem breiteren Publikum bekannt wurde (Ausst. Kat. Franz W. Seiwert 1894-1933, Leben und Werk, mit Werkverzeichnis von Uli Bohnen, Köln/Münster/Ludwigshafen 1978). Zu den damals im Werkverzeichnis des Katalog-Anhangs noch nicht aufgeführten Werken gehört auch die vorliegende Ölstudie.

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