Bartholomäus Bruyn d. Ä. - MADONNA MIT DEM HL. BENEDIKT UND DER HL. SCHOLASTIKA.

Bartholomäus Bruyn d. Ä. - MADONNA MIT DEM HL. BENEDIKT UND DER HL. SCHOLASTIKA. - image-1
Bartholomäus Bruyn d. Ä. - MADONNA MIT DEM HL. BENEDIKT UND DER HL. SCHOLASTIKA. - image-1

Bartholomäus Bruyn d. Ä.

MADONNA MIT DEM HL. BENEDIKT UND DER HL. SCHOLASTIKA.

Bei diesem bedeutenden Tafelbild handelt es sich um ein ca. 1512/15 entstandenes Frühwerk Bruyns. Tümmers beschreibt es so: "Maria schwebt auf einer Mondsichel in einer golddurchflammten Lichtmandorla unter einem runden, purpurroten Baldachin, dessen Vorhänge oben links und rechts von zwei Engeln gehalten werden. Auf den Armen trägt sie den Jesusknaben. Die Haare fallen über die Schultern herab. Das Haupt ist gekrönt. Sie trägt einen blauen, mit grauem Pelz gefütterten Mantel. Zuseiten der Madonna links der hl. Benedikt, rechts die hl. Scholastika. Sie halten ein aufgeschlagenes Buch. Zu ihren Füßen die alte Inschrift: 'Sacts benedictus' und 'Sacta Scolastica'. Zwischen diesen Inschriften das Wappen der Abtei Werden (goldenes Kreuz auf blauem Grund, im roten Mittelfeld zwei gekreuzte Krummstäbe)...".
Bruyns Lehrer Jan Joest von Kalkar erhielt 1512 von der Abtei Werden den Auftrag für einen Altar. Es ist anzunehmen, dass Bruyn ihn nach Werden begleitete und in der Folge für den Abt oder den Konvent das hier vorliegende Gemälde schuf. Bruyns Beziehung zu dem Kloster an der Ruhr riss nicht ab, denn in späterer Zeit trat einer seiner Söhne dort als Mönch ein.

Zertifikat

O. H. Förster, Köln.

Provenienz

Slg. J. J. Merlo, Köln (bis um 1860); Slg. J. F. Fromm, Köln (nach 1860); Auktion Heberle/Lempertz, Köln, 9.10.1871, Lot 68; Slg. Konsul E. Weber, Hamburg; Auktion Lepke, Berlin, 17./19.2.1912; Slg. L. Hagen, Köln; Slg. Freifrau von Wrede, geb. Hagen, Melschede/Kr. Brilon; Galerie Hermann Abels, Köln (1948); Slg. Otten, Mönchengladbach.

Literaturhinweise

J. J. Merlo: Nachrichten von dem Leben und den Werken Kölnischer Künstler, 1850, S. 72; G. Parthey: Deutscher Bildersaal, 1863/64, S. 211, Nr. 16 und 17; Pflugk-Hartung, in: Repertorium 8, 1885, S. 82; Woltmann/Woermann 497; H. Janitschek: Geschichte der deutschen Malerei (= Geschichte der deutschen Kunst, Bd. III), 1890, S. 522; E. Firmenich-Richartz: Bartholomäus Bruyn und seine Schule, 1891, S. 48 und 108; J. J. Merlo: Kölnische Künstler in alter und neuer Zeit, neu bearb. und erweit. hrsg. von E. Firmenich-Richartz, 1893-95, S. 136; L. Scheibler und C. Aldenhoven (Hg.): Geschichte der Kölner Malerschule, 1902, S. 306; E. Firmenich-Richartz, in: Thieme-Becker, Bd. 5, S. 155; K. Woermann: Wissenschaftliches Verzeichnis der Sammlung Eduard Weber, 1907; F. Burger, H. Schmitz, I. Beth: Die deutsche Malerei vom ausgehenden Mittelalter bis zum Ende der Renaissance, Bd. I-III, 1913-1924, S. 494f.; Barthel Bruyn - Gesamtverzeichnis seiner Bildnisse und Altarwerke, Köln 1955, S. 39, Nr. 119; H.-J. Tümmers: Die Altarbilder des älteren Bartholomäus Bruyn, Köln 1964, S. 12 und 51, WVZ-Nr. A 11.

Ausstellung

"Kunstwerke aus Kirchen, Museums- und Privatbesitz", Villa Hügel, Essen, 1953; "Barthel Bruyn 1493-1555", Gedächtnisausstellung aus Anlass seines vierhundertsten Todesjahres, Wallraf-Richartz-Museum, Köln (im Kunsthaus Lempertz, Köln), 1955, Nr. 119.

Lot 1020 Dα

Schätzpreis:
200.000 € - 250.000 €