Emil Nolde - Amaryllis und Goldregen

Emil Nolde - Amaryllis und Goldregen - image-1
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Emil Nolde

Amaryllis und Goldregen
Um 1940

Aquarell 45,5 x 34,2 cm Unten rechts mit schwarzer Tusche signiert Nolde. - Mit minimalen altersbedingten Schäden. Der Rand leicht unregelmäßig beschnitten.

Bei dem Aquarell „Amaryllis und Goldregen“ handelt es sich um eine Komposition, die vermutlich dem Spätstil des Malers zuzuordnen ist. Dem schwer herunterhängenden Goldregen sind weit geöffnete Amaryllisblüten gegenüber gestellt. Die einzelnen Farbfelder gehen weich ineinander über. Allein bei den rotweißen Blütenkelchen hat der Pinsel Spuren der Bewegung hinterlassen.
Die Empfindung für den Reichtum und die Vollkommenheit der Natur hat in Noldes Blumenbildern ihre höchste Steigerung erfahren. Dabei handelt es sich nicht um Blumenstilleben im herkömmlichen Sinne. Der Hauptakzent wird auf Form und Farbe in ihrer sinnlichen Fülle und Üppigkeit gelegt. Die zeichnerische Richtigkeit ist hier nur sekundär. So sind die Blumenstilleben zwischen Naturalismus und Abstraktion einzuordnen. Ihre Bedeutung als Kunstwerk liegt in der Vereinigung von Kunst und Natur.
„Gelb kann Glück malen und auch Schmerz. Es gibt Feuerrot, Blutrot und Rosenrot. Es gibt Silberblau, Himmelblau und Gewitterblau. Jede Farbe birgt in sich ihre Seele, mich beglückend oder abstoßend und anregend.“ (Tagebuchnotiz Emil Noldes vom 30.12.1942, zit. nach: Martin Urban, Emil Nolde. Blumen und Tiere, Köln 1980, S. 36).

Provenienz

Sammlung Sprengel, Hannover

Lot 877 D

Schätzpreis:
100.000 € - 120.000 €

Ergebnis:
142.800 €