Emil Nolde - Gehöft

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Emil Nolde

Gehöft

Aquarell 29 x 39,7 cm Unten rechts mit Bleistift signiert Nolde (unterer Teil der Signatur beschnitten.) - Der Büttenrand an den seitlichen und dem unteren Rand von Hand beschnitten. Der Rand rückseitig umlaufend mit braunem, leicht durchscheinenden Papierklebeband versehen.

Das vorliegende Aquarell entstammt der renommierten Sammlung Sprengel, aus der das gleichnamige Museum in Hannover hervorging. Nachdem Dr. Bernhard Sprengel erstmals 1937 Werke Noldes auf der Ausstellung "Entartete Kunst" in München kennengelernt hatte, erwarb er in der dort ansässigen Galerie Franke seine ersten beiden Aquarelle. Dies war nicht nur der Beginn der Sammlung Sprengel, sondern auch der engen Freundschaft zwischen Künstler und Sammler. Nach Noldes Tod 1956 wurde Dr. Sprengel als sein Testamentsvollstrecker eingesetzt.
Bei dem vorliegenden Blatt handelt es sich vermutlich um eine relativ frühe Arbeit des Künstlers aus der Unterwarfer Zeit vor 1926. Dargestellt ist eine für Nolde typische Marschlandschaft mit Gehöft. Die aquarellierten Farbwolken sind deutlich durch starke, schwarze Konturen eingefasst. Die strengen Linien des Fachwerks wie auch der Stämme geben den schlingernden Linien des Weges und der Äste Halt. Geisterhaft leuchtet das Weiß des Fachwerkhauses im Licht der untergehenden Sonne auf. Nolde war ein Virtuose, wenn es darum ging, die oft dramatischen Stimmungen der norddeutschen Landschaft aufzunehmen.

Provenienz

Sammlung Sprengel, Hannover; Privatbesitz Süddeutschland

Lot 314 D

Schätzpreis:
80.000 € - 90.000 €