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Auktion 903, Alte Kunst (900 C), 19.05.2007, 10:30, Köln Lot 1242

, KRUZIFIX MIT ÖLBERGSZENE.

 KRUZIFIX MIT ÖLBERGSZENE., 1767, Auktion 903 Alte Kunst (900 C), Lot 1242
 KRUZIFIX MIT ÖLBERGSZENE., 1767, Auktion 903 Alte Kunst (900 C), Lot 1242
 KRUZIFIX MIT ÖLBERGSZENE., 1767, Auktion 903 Alte Kunst (900 C), Lot 1242
 KRUZIFIX MIT ÖLBERGSZENE., 1767, Auktion 903 Alte Kunst (900 C), Lot 1242

Birnbaumholz geschnitzt, mit einer alten bräunlichen Lasur. Sockel getragen von drei runden scheibenförmigen Füßen, aus einem Stück geschnitzt und mit abgeflachter Rückseite. Sich auftürmende Felsbrocken mit niedriger Vegetation sind zu den Seiten um Voluten, Kartuschen und Palmwedel ergänzt. Die tiefe Aushöhlung in der Mitte der Vorderseite wird von Volutenspangen und Rocaillen gerahmt und zeigt die Darstellung Christi am Ölberg. In der Mitte kniet Christus nach links gewandt, sein Blick ist auf den Kelch auf einer kleinen Wolke gerichtet. Er wird umgeben von den drei Aposteln Johannes (links), Petrus (rechts) und Jakobus (hinten rechts), die in fein beobachteten Körperhaltungen als schlafend wiedergegeben sind. Die nächtliche Szene ist mit bewachsenem Boden und seitlichen Bäumen in einem Garten angesiedelt, in den Hintergrund sind kleine Sterne und ein Halbmond eingeritzt. Auf dem oberen Abschluß des Sockels sind die Schlange des Sündenfalls mit dem Apfel, ein Schädel und Knochen dargestellt, darüber strebt der rückseitig eingefügte und angeschraubte Kreuzbalken empor. Der Kruzifix im Dreinageltypus mit auf die rechte Schulter gelegtem Kopf, das bewegte Lendentuch wird von einem doppelten Strick gehalten. - Der Kruzifix mit der Ölbergszene im Sockel wiederholt mit nur geringen Änderungen im Detail einen "1767" datierten und mit "WITZ" signierten Kruzifix von Johann Benedikt Witz (1709-1780) in Privatbesitz und stammt sicher ebenfalls von der Hand desselben Künstlers.

Ehemals wohl vorhandene INRI-Tafel fehlt. Zwei Zehen am rechten Fuß des Kruzifixes abgebrochen, Lasur geringfügig berieben. H insgesamt 67 cm. Sockel H 22; B 25,5; T 12 cm.

JOHANN BENEDIKT WITZ, WÜRZBURG um 1767.

Provenienz

Rheinischer Privatbesitz.

Literatur

Hans-Peter Trenschel, Fränkische Kleinplastik des Rokoko - Johann Benedikt Witz (1709-1780), Mainfränkische Hefte, Bd. 72, Würzburg 1980, S. 88, Kat. Nr. 63a. - Zu dem vorbildhaften Kruzifix aus dem Jahr 1767 siehe ebda., S. 87-88, Kat. Nr. 63, Abb. 46-47.

Schlagworte

Skulptur/Plastik

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