Bleistiftzeichnung auf einfachem bräunlichen Zeichenpapier 5,9 x 12,2 cm, unter Glas gerahmt. Rückseitig mit Bleistift von Elisabeth Macke betitelt und datiert "Im Boot 1913". Auf die Rahmungsrückwand aufmontiert jener Teil der ehemaligen Rahmung, auf der der ovale Stempel "Nachlass AUGUST MACKE" (Lugt 1775 b) mit der handschriftlich hinzugefügten Nachlaß-Nr. "B Z 22/5" angebracht worden war.
Heiderich 1799
Diese kleine Bildidee, die vermutlich der ausgeschnittene Teil eines mit ähnlichen Studien versehenen Skizzenblattes ist und die im darauffolgenden Jahr zu der sich darauf beziehenden Federzeichnung "Landung" (Heiderich 2441) führte, ist bildmäßig gedacht und folgt einem der Darstellung untergelegten Kompositionsschema, das Macke in einer anderen wichtigen Arbeit noch einmal verwendete:
"Die Hilfslinien zur Gestaltung der Komposition folgen einem Schema, das auch der Entwurfszeichnung zum Zoo-Triptychon auf p. 14 des Skizzenbuchs Nr. 55 C zugrunde liegt. Dieses Schema beruht auf Teilungsprinzipien, die Johan Thorn-Prikker in der Kunst der italienischen Renaissance entdeckt zu haben glaubte. Macke zeichnete das Schema, von dem er zuerst durch die Vermittlung von Helmuth Macke erfahren hatte, im Anschluß an seinen Besuch bei Thorn-Prikker in Hagen in einem Brief an Franz Marc (vgl. Heiderich 1987, S. 113)." (Ursula Heiderich, August Macke. Zeichnungen, Stuttgart 1993, S. 510).
Werkverzeichnis
Heiderich 1799