Paul Baum - Frühlingswiesen bei Vormittagssonne mit Bachbiegung und Kopfweidengruppen

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Paul Baum

Frühlingswiesen bei Vormittagssonne mit Bachbiegung und Kopfweidengruppen
1904

Öl auf Leinwand 42,4 x 62,5 cm signiert

Paul Baum, 1859 in Meißen geboren, war zunächst an der Meißner Porzellan-Manufaktur als Maler beschäftigt, wechselte dann an die Kunstakademie in Dresden und später an die für Landschaftsmalerei bekannte Weimarer Kunstschule, um dort zu studieren. Baums künstlerischer Stil während der Studienjahre in Weimar ist von der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts ebenso geprägt wie vom Realismus des 19. Jahrhunderts. Zeitlebens widmete sich Baum der Landschaftsmalerei. Trotz allgemeiner Ablehnung setzte er sich seit circa 1890 intensiv mit dem französischen Impressionismus und Neoimpressionismus, bzw. dem Pointillismus, auseinander. Auch das vorliegende Bild ist auf subtile und eigenständige Weise in pointillistischer Manier gemalt. Baum lebte von 1900 bis 1906 in Südholland bei St. Anna ter Muiden. Nach mehreren Jahren in Südfrankreich, Süditalien und der Türkei malte er nun auch in Holland lichtdurchflutete Landschaften in leuchtenden Farben. Typisches Motiv ist die offene holländische Frühlingswiese mit ihren charakteristischen halbhohen Weidebäumen. Ein in die Tiefe führender Bach betont die Weite der Landschaft und spiegelt das sanfte Blau des Himmels. Der pointilistischen Malweise hat sich Baum seit etwa 1898 gewidmet. Seine Palette enthält dabei vorwiegend reine und lichte Farben in mannigfacher Abwandlung. Sein variierender Farbauftrag, der gelegentlich durchschimmernde Malgrund wie auch die zahlreichen Mischfarben dokumentieren Baums Experimentierfreudigkeit und Individualität.

Werkverzeichnis

Hitzeroth N 17/ F 187 mit Farbabb. S. 241

Lot 15 R

Schätzpreis:
50.000 €

Ergebnis:
72.000 €