Jan Brueghel d. J. - VENUS, AMOR, DIANA UND DEREN NYMPHEN BEIM BADE

Jan Brueghel d. J. - VENUS, AMOR, DIANA UND DEREN NYMPHEN BEIM BADE - image-1
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Jan Brueghel d. J.

VENUS, AMOR, DIANA UND DEREN NYMPHEN BEIM BADE

Öl auf Holz (parkettiert). 54 x 73,5 cm.

Klaus Ertz bestätigt in seinem Gutachten, "daß diese Landschaft von dem flämischen Maler Jan Brueghel dem Jüngeren (geb. 1601 in Antwerpen, gest. 1678 ebenda) geschaffen wurde. Die Personenstaffage ist von anderer Hand." Ertz vermutet den Figurenmaler in der Nachfolge des Hendrik van Balen, das Gemälde datiert er in den Zeitraum nach 1640 und vergleicht es mit ähnlichen Werken Brueghels wie der "Allegorie der Zwietracht" im Musée Calvet, Avignon. Das Gemälde wird im geplanten Ergänzungsband des 1984 erschienenen Gesamtwerkverzeichnisses der Gemälde Jan Brueghels d. J. als eigenhändiges Werk des Künstlers aufgenommen werden.
Als ältester Sohn Jan Brueghels d. Ä. erhielt Jan d. J. seine Ausbildung vermutlich ab 1616 bei seinem Vater. 1622 begab er sich auf eine Italienreise, in deren Verlauf ihn die Nachricht vom Tod des Vaters erreichte. Dies veranlasste ihn zur Rückkehr nach Antwerpen, wo er dessen Atelier und Werkstatt weiterführte. Auch in seinen Arbeiten setzte er die Tradition Jan d. Ä. so genau fort, dass beider Werke oftmals nur schwer voneinander zu unterscheiden sind.
Unser Gemälde zeigt im Vordergrund eine Terrasse sowie ein von Balustraden eingefasstes Wasserbassin, an das sich im Mittelgrund Parkanlagen mit symmetrisch beschnittenen Bäumen und Büschen anschließen. Auf der Terrasse sind verschiedene weibliche Figuren beim Bad zu sehen, die wohl als Venus und Amor sowie Diana oder auch Minerva zu deuten sind, worauf entsprechende Skulpturen auf den Balustraden bzw. in einer Nische am linken Bildrand hindeuten. Ein auffällig in der Mittelachse platzierter Pfau verweist darüber hinaus auf Juno, deren Attribut das Tier bildet. Ebenfalls in der Mittelachse sitzt am unteren Bildrand ein Affe, der seinen Blick starr auf den Betrachter richtet.

Zertifikat

Klaus Ertz, 21.11.1989.

Provenienz

609. Lempertz-Auktion, Köln, 21.-23.11.1985, Lot 7. - Westfälische Privatsammlung.

Lot 1222 Dα

Schätzpreis:
100.000 € - 120.000 €

Ergebnis:
108.000 €