Auktion 943, Moderne Kunst, 28.05.2009, 16:00, Köln Lot 222

Lesser Ury, Seinequai im Nebel

Lesser Ury, Seinequai im Nebel, 1928, Auktion 943 Moderne Kunst, Lot 222

Öl auf Leinwand, auf Pappe 31,9 x 23,9 cm aufgezogen, gerahmt. Unten links schwarz signiert, datiert und bezeichnet L.Ury./Paris. 1928. - Rückseitig auf der Pappe oben rechts mit dem runden Papieretikett des Nachlassinventars mit dem (sehr schwach lesbaren) Stempelaufdruck "Inv. Nr. /Mappe/NACHLASS/ LESSER URY" und der handschriftlichen Kreidenummer "129" sowie rechts unten seitlich mit dem Stempelaufdruck "NACHLASS/ LESSER URY" versehen. - Der Karton oben mittig mit dem französisch bedruckten Herstelleretikett "CARTON-TOILE" von "SENNELIER-PARIS" beklebt.

Mit einer Foto-Expertise und einem Gutachten von Sibylle Groß, Berlin, vom 22. März 2009; die Arbeit wird in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis zu Lesser Ury aufgenommen

Eine Foto-Expertise von Hans-Jürgen Imiela, Mainz, vom 30. April 1993, beiliegend ("Paris im Herbst")

Provenienz

Aus dem Nachlass des Künstlers; Galerie Paul Cassirer, Berlin; Franke, Berlin (1932); Galerie Neumeister, München; Pfälzer Privatbesitz

Ausstellungen

Berlin 1928 (Kunst Kammer Martin Wasservogel), Lesser Ury, Neue Bilder aus zwei Weltstädten Paris und Berlin u.a.; Berlin 1931 (National-Galerie), Lesser Ury, Gedenk-Ausstellung, Nr. 145 ("Seine-Quai"); Berlin 1932 (Galerie Paul Cassirer), Lesser Ury, Nachlass Auktion 21.10. 1932, Nr. 118 ("Seinequai im Nebel")

Im Inventar des künstlerischen Nachlasses von Lesser Ury, am 21. November 1931 von Dr. Karl Schwarz, dem Leiter der Kunstsammlungen der Jüdischen Gemeinde in Berlin erstellt, ist "Seinequai im Nebel" schon beschrieben und dokumentiert.

Während Urys letzter Paris-Reise im Jahr 1928 entstanden neben Caféhausszenen vor allem die für ihn so typischen Straßenlandschaften, denen "die Kunstkammer Martin Wasservogel, die in Berlin in der Leipziger Strasse ihre Galerieräume hatte, kurz nach der Rückkehr des Malers bereits im März 1928 eine große Ausstellung" widmete, "die beim Publikum und in der Berliner Presse allgemein großen Anklang fand und auf der auch das vorliegende Gemälde zu sehen war." (Sibylle Gross )

Die zeitgenössiche Kunstkritik reagierte auf die weltläufigen, großstädtischen Stimmungsbilder der letzten Lebensjahre enthusiasmiert und zählte diese späten Pariser Arbeiten zu den Höhepunkten seines Schaffens (vgl. Adolph Donath, Urys Pariser Bilder, Ausstellung in der Kunstkammer, in: Berliner Tageblatt, 26.3.1928, Abend-Ausgabe bzw. ders., Der Tod des Lesser Ury, in: Der Kunstwanderer, 13. Jg., Oktober 1931, S. 35 f., zitiert nach Sibylle Groß, Gutachten vom 22.3.2009).

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