Flämischer Meister um 1500 - CHRISTUS UND MARIA ALS FÜRBITTER

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Flämischer Meister um 1500

CHRISTUS UND MARIA ALS FÜRBITTER

Öl auf Eichenholz. 82 x 68,5 cm.

Die Fürbittetafel wurde erstmals von Stange dem Meister der Hl. Sippe d. J. zugeschrieben. Dieses lehnte Marga Kessler-van den Heuvel 1987 ab. Auch wir neigen zu der ursprünglichen Bestimmung von Hélène Adhémar als Werk eines flämischen Malers, der dem Goosen van der Weyden nahe steht.
Ungewöhnlich bei dieser Tafel ist die Tatsache, dass sich nur ein Wappen findet. Daher könnte es sich um Geschwister und um eine Epitaphtafel (für die Eltern) handeln. Die Stifter, auf einem blühenden Wiesenstreifen knieend, werden von Schutz- und vielleicht Namenspatronen (für Andreas und Jakobäa?) begleitet. Die Patrone bitten auf einer zweiten Ebene bei Christus und Maria. Während die Mutter beim Sohn vermittelt, wendet sich dieser dem Vater zu. Oben sehen wir die Taube als Zeichen des Heiligen Geistes und den richtenden Gottvater. Der Brunnen in der Bildmitte zeigt das Ziel aller Fürbitten, es ist der Brunnen im Paradies. Diese Deutung wiederpricht allerdings der bisherigen Annahme, es handele sich um die Fürbitte eines kinderlosen Ehepaares um Nachwuchs. Sie wurde begründet mit dem verdorrten Zweig, an dem das Wappen lehnt (Kataloge Darmstadt und Lindau) .

Provenienz

1957 Galerie Heinemann, Wiebaden. - Fischer, Luzern, Juni 1961, Nr. 1879.

Literaturhinweise

Hélène Adhémar, in: Les primitifs flamands, Bd. I, Le musée national du Louvre, Brüssel 1962, S. 92 und 97, Abb. CXXIV (als flämisch und Schweizer Privatsammlung). - Alfred Stange: Kritisches Verzeichnis der deutschen Tafelbilder, Bd. 1, 1967, S. 95, Nr. 283. Marga Kessler-van den Heuvel: Der Meister der Heiligen Sippe, Frankfurt 1987, S. 368.

Ausstellung

Vom Jenseits ins Diesseits, Hessisches Landesmuseum Darmstadt 1995, Nr. 16. - Stadtmuseum Lindau 2007, Nr. 32.

Lot 1528 Dα

Schätzpreis:
30.000 € - 40.000 €

Ergebnis:
36.000 €