Franz Richard Unterberger - CAPRI VON DER BUCHT VON NEAPEL AUS

Franz Richard Unterberger

CAPRI VON DER BUCHT VON NEAPEL AUS

Öl auf Leinwand (doubliert). 66,5 x 94,5 cm.
F R Unterberger.

Sybille-Karin Moser datiert dieses Gemälde um 1878. In diesem und im folgenden Jahr entstanden drei weitere Capri-Bilder, darunter eines, das vom gleichen Standort aus gemalt sein dürfte. Es zeigt die gleiche Fischerbucht des Porto di Capri mit dem berühmten Felsen. Es ist jedoch nahsichtiger, so dass der Blick nicht so weit in die Ferne reicht wie bei unserem Bild (Moser, Abb. S. 65, Kat. Nr. 61). Eine etwas frühere Capri-Ansicht hatte 1874 das Museum Ferdinandeum in Innsbruck erworben.
Die Jahre ab 1870 waren gekennzeichnet von einer sehr regen Reisetätigkeit Unterbergers. In der Gegend von Neapel hielt er sich 1870/72 und 1877/78 auf. Dabei sammelte er Motive und fertigte volkstypische Staffagestudien an, die er dann in seinen Gemälden einsetzte.
In diesen Jahren profilierte sich Unterberger mehr und mehr als Schilderer der italienischen Landschaft, im speziellen der süditalienischen, in dem er einen Naturausschnitt ohne jegliche ideologische Überhöhung registrierte und wiedergab. Entscheidend blieb der Charakter der Landschaft, nicht mehr das persönliche Landschaftserlebnis. Gerade dies entsprach den Wünschen des damaligen Publikums und der Kunstkritik. Unterbergers Ruhm erreichte in den frühen 80er Jahren seinen Höhepunkt mit Ehrungen auf allen Kontinenten, wo seine Bilder mit Begeisterung gekauft wurden, von den Vereinigten Staaten bis Venezuela und Australien.

Zertifikat

Sybille-Karin Moser, Innsbruck (ohne Datum).

Literaturhinweise

Vgl. Sybille-Karin Moser: F. R. Unterberger und die salonfähige Landschaftsmalerei im 19. Jahrhundert, Innsbruck/Wien1986.

Lot 1931 Dα

Schätzpreis:
30.000 € - 40.000 €

Ergebnis:
32.400 €