Maurice de Vlaminck - Paysage d'Hiver

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Maurice de Vlaminck

Paysage d'Hiver
1925

Öl auf Leinwand 46 x 55 cm

Die melancholische Atmosphäre dieser winterlichen Dorflandschaft mit ihren ärmlichen Häusern und dem düsteren Himmel, der alles zu erdrücken scheint, ist für Vlamincks Malerei sehr typisch. Ein einsamer Mann kämpft auf einer schneebedeckten, schmutzigen Straße gegen den Sturm an. Da auch die wenigen mageren Bäume nur skelettartige Zweige gegen den bleiernen Himmel strecken, ist er das einzige Zeichen lebendiger Natur auf diesem Bild. Der Kontrast zwischen dem kalten, fahlen Weiß des Schnees und den schmutzigen düsteren Farben geben dem Gemälde ein dramatisches Aussehen. Vlaminck hegte die Absicht, den romantischen Realismus, der von dieser Landschaft ausging, endgültig im Bild festzuhalten. Bereits 1905 war er von seinem Freund Derain in den Kreis der Pariser Maler eingeführt worden, für die der Kritiker Louis Vauxcelles den Namen "Les Fauves- Die Wilden" prägte. Vlaminck interessierte als Ausdrucksmittel primär die Farbe, welche er während der fauvistischen Periode direkt und ungetrübt aus der Tube auf die Leinwand drückte. Die pastose Malweise behielt er auch nach 1915 noch bei, wobei er seine Palette zunehmend durch Schwarz und erdige Farben bereicherte. Einsame Straßen übten auf ihn zeitlebens eine ganz besondere Faszination aus.

Lot 33 der Abendauktion am 3. Dez. 2010, 19 Uhr

Zertifikat

Mit einer Bestätigung vom Wildenstein Institut, Paris, vom 18.11.2010. Das Gemälde wird in das Werkverzeichnis aufgenommen.

Provenienz

Privatsammlung Süddeutschland

Lot 33 D

Schätzpreis:
35.000 € - 40.000 €

Ergebnis:
34.800 €