Emil Nolde - Orchidee

Emil Nolde - Orchidee - image-1
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Emil Nolde

Orchidee
1925-1930

Aquarell 48/48,5 x 35/35,5 cm - Die Ränder leicht unregelmäßig geschnitten.

Mit einer Foto-Expertise von Martin Urban, Stiftung Ada und Emil Nolde, Seebüll, vom 11. April 2000 (in einem von Manfred Reuther beglaubigten Duplikat)

Das großformatige Aquarell auf hellem Japanpapier zeigt eine Orchidee als Königin der Blumen. Einige Blüten der Rispe sind als Zeichen sprühenden Lebens voll erblüht, während die zarten violett-gelben Knospen traubenförmig herabfallen. Besonders reizvoll ist das Blatt, weil die Komposition wegen der länglich geschwungenen Blätter einen beinah ornamentalen Charakter erhält. Die hierdurch hervorgerufene Gliederung der Fläche hat nicht nur eine Festigung der Komposition, sondern auch eine Rhythmisierung derselben zur Folge. Es entsteht ein Gefüge von ausdrucksvoller Dynamik, dem nicht nur ein ausgeprägtes malerisches, sondern auch ein graphisches Element zu eigen ist. Hier zeigt sich die Verbindung gewollter zeichnerischer Elemente und eines halbautomatischen Entstehungsprozesses bei der Nass-in-Nass-Technik, welche in Bezug auf das freie Fließen der Farbe selbst für Nolde noch überraschende Momente enthielt.

Provenienz

Privatsammlung Rheinland

Lot 209 R

Schätzpreis:
60.000 € - 70.000 €

Ergebnis:
78.650 €