Andreas Achenbach - LANDSCHAFT MIT BAUERNHAUS UND WILDBACH

Andreas Achenbach - LANDSCHAFT MIT BAUERNHAUS UND WILDBACH - image-1
Andreas Achenbach - LANDSCHAFT MIT BAUERNHAUS UND WILDBACH - image-1

Andreas Achenbach

LANDSCHAFT MIT BAUERNHAUS UND WILDBACH

Öl auf Holz. 64 x 85 cm.
A. Achenbach 65.

Neben Marinedarstellungen mit teils dramatisch aufgewühlter See sowie den Ansichten skandinavischer Landschaften und Wasserfällen bilden die Darstellungen der eher flachen Landschaften seiner heimischen Umgebung einen dritten Schwerpunkt im Oeuvre des Düsseldorfer Landschaftsmalers Andreas Achenbach. Zu diesem vor allem in den 50er und 60er Jahren entstandenen Werkkomplex zählen die 1866 datierte „Erftmühle“ des Düsseldorfer Kunstmuseums sowie die 1869 gemalte „Westfälische Mühle“ des Leipziger Museums der bildenden Künste (vgl. Aust.-Kat. „Andreas und Oswald Achenbach. Das A und O der Landschaft“, Düsseldorf u.a. 1998, Abb. S. 95 u. 97). Dieser Werkgruppe ist auch das vorliegende, 1865 datierte Gemälde zuzuordnen. Andreas Achenbach verzichtet in diesen ausgewogen komponierten Bildern weitgehend auf die dramatisch zugespitzte Naturdarstellung zugunsten einer romantischen Grundstimmung. Lediglich der frontal auf den Betrachter zulaufende Wildbach mit seiner aufschäumenden Gischt zeigt beim vorliegenden Bild die Vorliebe des Künstlers für die Darstellung dynamischer Bewegungsabläufe in der Natur. Die drei Frauen bei der Rasenbleiche vor einem Bauernhaus mit rauchendem Schornstein betonen hingegen die harmonisch-idyllische Grundstimmung des Werks.
Die 1860er Jahre, in denen unsere Landschaft mit Wildbach und Bauernhaus entstand, waren entscheidend für die Rezeption der Malerei Andreas Achenbachs. In Deutschland war der Künstler längst als führender Landschaftsmaler der Düsseldorfer Malerschule anerkannt, nun folgte der internationale, bis in die Vereinigten Staaten reichende Durchbruch.

Provenienz

Rheinische Privatsammlung.

Lot 1540 Dα

Schätzpreis:
35.000 € - 38.000 €

Ergebnis:
58.560 €