Auktion 996, Photographie, 23.05.2012, 00:00, Köln Lot 22

August Sander, Blick auf den Rhein an einem Frühlingsmorgen

August Sander, Blick auf den Rhein an einem Frühlingsmorgen, Um 1941, Auktion 996 Photographie, Lot 22

Gelatinesilberabzug frühe 1950er Jahre. 29,3 x 23,2 cm. Umlaufend schwarzer Tuschrand. Auf Originalkarton 43,6 x 34,3 cm montiert, dieser mit rückseitig an der linken Kante montiertem Deckblatt aus Zellophan.

Mit mündlicher Bestätigung von Gerd Sander vom 15.11.2011.

Literatur

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln (Hg.), August Sander. Landschaften, München 1999, Tafel 1 (hier abweichend betitelt: August Sander im Siebengebirge); Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln (Hg.), August Sander. Sehen, Beobachten und Denken. Photographien, München 2009, Tafel 1

Die Aufnahme zeigt August Sander in einer romantisch anmutenden Rückansicht, den Blick in die Ferne gerichtet, hoch über der Insel Nonnenwerth. Indem der Photograph hier selbst vor das Objektiv seiner Kamera tritt und Teil des Bildes wird, unterstreicht er seine Verbundenheit mit jener Landschaft, die er in zahlreichen Aufnahmen festgehalten hat. „Oft photographierte er die charakteristischen Züge des Siebengebirges von einem erhöhten Standpunkt aus, auf der Wolkenburg in der Nähe einer alten Lärche. Der Fernblick erlaubte ihm, dem Verlauf des Rheins zu folgen, die wechselnden Licht- und Wolkenformationen einzufangen und die je nach Jahreszeit sich neu darstellende Vegetation und Atmosphäre zu beobachten. Felder und Ansiedlungen werden sichtbar, sind teilweise sogar bis ins Detail zu erkennen [...]. In einer Art übergreifender Kartographie aller Eindrücke suchte der Photograph des Landstrichs habhaft zu werden.“ (zitiert nach Gabriele Conrath-Scholl, a.a.O., S. 19)

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