Auktion 997, Moderne Kunst, 22.05.2012, 00:00, Köln Lot 248

Arno Breker, Romanichel

Arno Breker, Romanichel, 1928, Auktion 997 Moderne Kunst, Lot 248

Bronzeplastik Höhe 29,4 cm. Auf schwarz poliertem geäderten Marmorsockel (9,2 x 12,6 x 12,6 cm) montiert. Unbezeichnet. Eine frühe Version der Büste mit oben geschlossener Kalotte, die höchstwahrscheinlich in wenigen Exemplaren 1928 (nach Auskunft des Nachlasses heute nicht mehr genau zu beziffern, aber sicher nicht mehr als insgesamt 10) gegossen worden ist. - Alter Guss. - Mit dunkelbrauner, schöner Patina, in den Vertiefungen hell oxydiert. - Der Sockel hinten links an den Ecken mit kleinen Abplatzungen.

Wir danken Carola Breker und Charlotte Breker, Breker-Archiv, Düsseldorf, für bestätigende, ergänzende Auskünfte.

Provenienz

Ehemals Geschenk des Künstlers an einen befreundeten Architekten; Privatbesitz (seit 1955)

Literatur

J.F. Bodenstein (Hg.), Arno Breker, Skulpturen, Aquarelle, Zeichnungen, Lithographien, Radierungen, Galerie Marco Bonn 1974, Kat. Nr. 1, S. 10 mit Abb.; Ausst. Kat. Salzburg 1978, Arno Breker, Form und Schönheit, Salzburger Kulturvereinigung Waagplaz-Trakl-Haus, Marco-Edition Paris, mit Titel-Abb.; Volker G. Probst, Der Bildhauer Arno Breker, Eine Untersuchung, Bonn/ Paris 1978, mit Abb. Tafel 80; Dominique Egret, Arno Breker, Ein Leben für das Schöne, Tübingen 1996, Nr. 35 - 37, vgl. Fotos Nr. 38, 39; Rudolf Conrades (Hg.), Zur Diskussion gestellt: Der Bildhauer Arno Breker, Schwerin 2006, S. 109 f. mit Abb. 92 a und b

Der Kopf des "Romanichel" beschäftigte Arno Breker über Jahre, noch 1940 entstand eine andere Fassung. Das Modell war ein Zigeunerjunge, dessen Antlitz insbesondere im Freundeskreis um Jean Cocteau eine besondere Faszination ausgeübt hatte (R. Conrades, op. cit., vgl. S. 109).

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