Alte Kunst - Blick der Venus

Die Offerte mit Gemälden Alte Meister / 19. Jahrhundert und Skulpturen umfasst knapp 260 Positionen, wobei die Skulpturen in einem eigenen Katalog präsentiert werden. Die Schwerpunkte liegen bei der italienischen Kunst der Renaissance und des Barocks sowie bei der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts – beides Gebiete, auf denen Lempertz traditionell eine führende Position einnimmt.

Zu den bemerkenswerten Arbeiten aus Italien gehören eine Goldgrundtafel des in Venedig um 1370/80 tätigen Giovanni da Bologna mit bedeutender Provenienz und einer Taxe von 370/450.000 € (Lot 2015).

Von besonderer Bedeutung ist auch eine „Liegende Venus“ des Venezianers Giacomo Palma il Vecchio. Dieses eindrucksvolle Großformat in der Tradition Giorgones und Tizians, das sich ehemals im Besitz von J. Paul Getty befand, ist mit 600/800.000 Euro bewertet (Lot 2019).

Zu den schönen Werken aus Italien gehört auch ein in Rom um 1620 gemaltes und von Caravaggio beeinflusstes Bild eines Knaben an einem Wasserbrunnen von Giovanni Serodine – ein Künstler, der erst in jüngerer Zeit eingehender studiert worden ist (Lot 2031,

€ 60/80.000). Hundert Jahre später malte in Neapel Corrado Giaquinto eine wunderbare Madonna mit Kind, die aus einer italienischen Sammlung nach Köln gekommen ist (Lot 2079, € 80/90.000).

Eine „Mystische Vermählung mit dem hl. Johannes dem Täufer und Engeln“ des Meisters der Stockholm Pieta“ ist mit € 240/280.000 bewertet (Lot 2020). Der niederländische Maler Gerard David, ein Meister des 15./16. Jahrhunderts, ist mit einer „Beweinung Christi“ für

€ 100/120.000 vertreten (Lot 2002). Ein Kölner Meister hat um 1450 eine bemerkenswerte „Anbetung der Könige“ auf Holz gemalt (Lot 2001, € 80/100.000). Auch Jan van Goyen hat seine offerierte „Flusslandschaft“ auf Holz aufgetragen (Lot 2041, € 80/90.000). Herausragend ist ebenfalls eine mit € 30/40.000 niedrig taxierte prachtvolle Leinwand mit der Darstellung „Schäfer und Schäferin mit einem Früchtekorb (Allegorie der Fruchtbarkeit)“ Jan van Noordts (Lot 2061).

Unter den niederländischen Meistern finden sich auch Werke der Landschaftsmaler van Goyen (Lot 2041, € 80/100.000) und Josse de Momper (Lot 2033, € 30/40.000) sowie ein Figurenbild des selten auf dem Markt anzutreffenden Michael Sweerts (Lot 2055,

€ 60/80.000) und ein großartiges Stillleben von Jan Brueghel – ein Gemeinschaftswerk von Vater und Sohn Jan Brueghel (Lot 2034, € 180/220.000). Ein zweites, besonders fein ausgeführtes Blumenstillleben, aber dieses allein von dem Jüngeren Jan auf Kupfer gemalt, ist auf € 70/90.000 geschätzt (Lot 2090).

19. Jahrhundert

Die Abteilung der Gemälde aus dem 19. Jahrhundert ist mit italienischen, russischen und ebenso deutschen Malern ebenfalls international bestückt. Hier fallen insbesondere wegen der aktuellen Situation drei Werke des Venezianers Giovanni Grubacs auf: nächtliche Szenen am Tag des Redentore-Festes (Lots 2161/62  –  siehe angehängte, gesonderte Pressemeldung). Weitere Werke kommen von dem süddeutschen Architekturmaler Michael Neher („Donauwörth“, Lot 2151, € 40/50.000), von dem Wiener Künstler Franz Xaver Petter (zwei Blumenbilder, Lots 2143/44, je 25/30.000) sowie von seinem etwas jüngeren Landsmann Alexander Rothaug (Lots 2176/217).

Die Russische Malerei wird u.a. durch „Feiertag“, ein farbenfrohes Gemälde von Fedot Sychkov, vertreten (Lot 2181, € 70/80.000).

Skulpturen und Kleinplastik

Die Offerte mit insgesamt 76 Lots wird in einem separaten Katalog präsentiert und ist ist in zwei Sektionen unterteilt. In der ersten Abteilung werden 17 Lots aus einer bedeutenden süddeutschen Sammlung zur Kunst der Renaissance und des Barock offeriert.

Besonders hervorzuheben sind: Ein um 1495 in der Werkstatt von Giovanni Angelo del Maino geschaffener „Corpus Christi“ (Holz, H 145 cm; Lot 203, € 30/40.000) und ein Tommasa della Porta d. J. zugeschriebener 94 cm großer, in Terracotta gefertigter „Herkules“ aus der Zeit um 1590, der mit € 25/30.000 bewertet ist (Lot 2207).

In der zweiten Sektion werden 59 Lots verschiedener Provenienzen angeboten.

Darunter befinden sich zahlreiche kleinplastische Arbeiten des Mittelalters aus Bronze, Kupfer, Email und Elfenbein.

Unter den spätgotischen Skulpturen ragt insbesondere eine aus Kalkstein gearbeitete burgundische „Hl. Cäcilia“ der 1 Hälfte des 15. Jh. heraus (Lot 2236, € 18/20.000). Bedeutsam ist ebenfalls das Buchsbaumrelief mit einer „Geißelung Christi“ von Christoph Daniel Schwenck aus dem Jahr 1680 (Lot 2267, € 8/10.000).

 

Für Rückfragen stehe ich Ihnen unter 0221/92 57 29–30 gerne zur Verfügung.

Edgar Abs, Presse – und Öffentlichkeitsarbeit, Köln, im Mai 2021.