Art of Africa, the Pacific and the Americas - seltsam und rätselhaft

Die Auktion beginnt mit der dritten und letzten Gruppe von Dan- und We-Masken von der Elfenbeinküste aus der Sammlung des Schweizer Künstlers Charles Hug (1899–1979) (Lots 2 to 10 | € 800-6.000). Die afrikanische Abteilung umfasst auch eine feine Gruppe von Werken des italienischen Händlers und Sammlers Franco Monti (1931–2008) mit einem schönen Chokwe-Stuhl (Lot 109 | € 3.000-5.000) und einer Suku-Maske (Lot 81 | € 3.000-5.000). Eine außergewöhnliche Gruppe von Yoruba-Zwillingsfiguren aus einer deutschen Privatsammlung umfasst viele Stücke aus der bekannten Galerie Simonis in Düsseldorf (Lots 34 to 48 | € 1.000-5.000). Ein seltener Fang-Behälter aus Gabun aus dem 19. Jahrhundert ist mit Reptilien-haut überzogen und hat einen geprägten Messingdeckel. Es ist eines von nur einer Handvoll Exemplaren, die heute noch existieren (Lot 77 | € 6.000-8.000).

Zu den Angeboten aus dem pazifischen Raum gehören eine seltene Mundugumor-Figur des Händlers und Sammlers Mark Lissauer aus Melbourne, die sich früher in der Sammlung von Baudouin de Grunne befand (Lot 129 | € 50.000-80.000), und eine seltene und große Pfosten-figur, die einst im Zollhaus von Nataghera, Santa Ana, im Osten der Salomonen stand. Sie wurde in den 1950er Jahren in situ fotografiert, stammt aber aus den Jahrzehnten davor (Lot 172 | € 20.000-30.000). Ein seltenes, über dreieinhalb Meter langes Korewori-Krokodil mit alter, abgenutzter Patina wurde 1965 von Dr. Fred Gerrits gesammelt und spielte einst eine wichtige Rolle bei Initiationsriten, bei denen es die jungen Eingeweihten symbolisch verschlang. Als Gerrits es vor dem Haus der Männer im Dorf Yaminbot entdeckte, wurde es nicht mehr für diese Zeremonien verwendet (Lot 144 | € 20.000-30.000).

Eine seltene, faszinierende und schöne melanesische Keule ist eine von nur sieben bekannten Exemplaren. Sie hat Experten verblüfft, die bis heute nicht in der Lage sind, ihre genaue geographische Herkunft zu bestimmen (Lot 182 | € 12.000-18.000).

Eine schöne und seltene sitzende Figur von den Molukken in Indonesien trägt eine verlockende Inschrift, da sie bis heute nicht entziffert werden konnte (Lot 209 | € 10.000-15.000). Ebenfalls aus Indonesien stammt eine sitzende Nias-Figur, die vor 1907 von dem Missionar Otto Kubler (geb. 1874) von der Barmer Missionsgesellschaft gesammelt wurde (Lot 208 | € 20.000-30.000).

Den Abschluss der Auktion bildet eine kleine Gruppe von bemalten Kachinas aus Arizona. Ein außergewöhnlich großes Exemplar befand sich früher in den Sammlungen von Carl Zigrosser (1891–1975), Direktor der Galerie Weyhe in New York, und später von Adolf und Virginia Dehn, Künstler und Lithographen (Lot 218 | € 18.000-20.000).

 

Auktion 1167

14 Uhr, Lempertz Brüssel, 6 Rue du Grand Cerf – 1000 Brüssel

Preview

27. August - 28. August, 10 Uhr – 18 Uhr
29. August, 11 Uhr – 17 Uhr
30. August – 1. September, 10 Uhr – 18 Uhr

Kontakt

jolly@lempertz.com | +32 2 514 05 86