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Gleizes, Albert

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Albert Gleizes gilt heute als einer der wichtigsten Vertreter des Kubismus. Im Gegensatz zu vielen seiner Künstlerkollegen interessierte er sich nicht nur für die praktische Umsetzung, sondern auch für die theoretischen Grundlagen seiner Kunst.

Albert Gleizes - Frühe Erfolge als impressionistischer Landschaftsmaler

Albert Gleizes wurde am 8. Dezember 1881 in Paris geboren; sein Onkel war der Porträtmaler Léon Comerre, der sechs Jahre zuvor den renommierten Prix de Rome gewonnen hatte. Nach einer Ausbildung zum technischen Zeichner im Betrieb seines Vaters gelangen Gleizes 1901 frühe Erfolge mit seinen impressionistischen Landschaftsbildern, die er auf Ausstellungen der Société Nationale präsentieren durfte. Inspiriert durch sein großes Vorbild Paul Cézanne entfernte sich der junge Künstler bald von der beschreibenden Malerei und wandte sich einer geometrisch-abstrakten Darstellung zu. Ein erster Meilenstein waren die sogenannten "Paysages classiques".

Albert Gleizes als Pionier des Kubismus

Im Jahr 1910 schloss sich Albert Gleizes kurzfristig einer Kubistengruppe um Robert Delaunay an, fand aber bald zu seiner eigenen Bildersprache, die ihn über seine bisherigen künstlerischen Bindungen hinausführte. In dieser Entwicklung bestärkten ihn seine Freunde Henri Le Fauconnier und Jean Metzinger; mit Letzterem verfasste er 1912 das epochemachende theoretische Werk "Du Cubisme". Sein visionärer Stil, mit dem er den noch jungen Kubismus um eine ungekannte Dynamik bereicherte, beeinflusste viele seiner Zeitgenossen. In der kubistischen Ausstellungsgemeinschaft "Section d'Or" fand Albert Gleizes schließlich eine geistige Heimat, wenngleich das Schaffen der Kubisten unter Kritik und Publikum nicht unumstritten war.

Der Erste Weltkrieg führte Albert Gleizes in die Welt hinaus

Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs bedeutete für Albert Gleizes die Einberufung zum Militärdienst. Die Verbindungen seiner zukünftigen Frau Juliette Roche, deren Vater ein einflussreiches Mitglied der französischen Regierung war, bewahrten ihn aber vor dem Schlimmsten und verhalfen ihm zu Reisen ins Ausland, unter anderem in die USA, wo er mit Marcel Duchamp und Francis Picabia zusammentraf. Im Jahr 1916 wurde ihm in Spanien eine besondere Ehre zuteil, als die Galería Dalmau in Barcelona ihn mit seiner ersten Einzelausstellung bedachte. Nach Kriegsende kehrten Gleizes und seine Frau nach Frankreich zurück, wo der Künstler seine Karriere mit großem Erfolg wieder aufnahm. Er verzichtete auf die düsteren Töne seiner frühen Arbeiten und setzte zunehmend auf großflächige Farben. Schließlich gründete er 1927 die Künstlergemeinschaft Moly-Sabata und schuf 1937 für die Pariser Weltausstellung prächtige Wandbilder. Nach dem Zweiten Weltkrieg gewann Gleizes 1951 den Grand Prix der Biennale von Menton.

Hinwendung zu religiösen Themen

In seinen letzten Lebensjahren entdeckte Albert Gleizes einen neuen Schwerpunkt für sein Schaffen und wandte sich vor allem religiösen Themen zu, die er mit der ihm eigenen Konsequenz in eine kubistische Bildersprache zu übersetzen versuchte. Vor diesem Hintergrund beschäftigte er sich eingehend mit der religiösen Kunst des Mittelalters, die ebenfalls Spuren in seinem eigenen Werk hinterließ.
Als Albert Gleizes am 23. Juni 1953 in Avignon starb, hinterließ er nicht nur ein umfangreiches Werk praktischer wie theoretischer Natur, sondern vor allem auch eine weit geöffnete Tür für die abstrakte Kunst, zu deren großen Pionieren er selbst gehörte. Seine Gemälde sind in Museen auf der ganzen Welt zu finden, das Museum Estrine von Saint-Remy-de-Provence zeigt seit 2006 eine ständige Ausstellung mit Werken von Albert Gleizes.

Albert Gleizes Prices

Artist Artwork Price
Albert Gleizes Paysage €64.260
Albert Gleizes Médecin Militaire €59.500
Albert Gleizes Jacques Nayral €53.550
Albert Gleizes Tête d'homme €39.270

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