Gaston Chaissac - Ohne Titel (Femme de Vix)

Gaston Chaissac - Ohne Titel (Femme de Vix) - image-1
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Gaston Chaissac

Ohne Titel (Femme de Vix)
1961/1962

Öl auf Holz. 88 x 49 cm.

Der Titel des Bildes bezieht sich auf die sogenannte "Femme de Vix", eine keltische Prinzessin, die 1953 bei dem Dorf Vix nahe Chatillon-sur-Seine (Burgund) gefunden wurde. In einer unterirdischen Grabkammer waren unter anderem die Überreste einer etwa 30-jährigen Frau entdeckt worden, die überaus reich mit edelsteinverzierten Halsbändern, Armreifen, Fibeln und einer Kappe aus 24-karätigem reinen Gold geschmückt war. Der spektakuläre Fund wird um 500 v.Chr. datiert. Chaissac war die archäologische Fundstelle wohl bekannt, zumal er sich 1961 endgültig in Vix niedergelassen hatte, wo seine Frau Camille ein Haus besaß. "Früh schon interessierte er sich für die Kunst und Kultur der Kelten, deren Naturgottverständnis ihn beeinflusste. Wie für die Kelten war für Chaissac die Materie weniger wichtig als das flüchtig wandelbar Geistige. Wie für die Alten, in deren Kunst das Körperliche marginalisiert und ornamental übersetzt wurde, verlor es auch für Chaissac zusehends an Bedeutung." (Angelika Affentranger-Kirchrath: Sehende Bilder. Gesicht und Körper im Werk von Gaston Chaissac, in: Gaston Chaissac 1910-1964, Stuttgart 1996, S.31).

Provenance

Galerie Dayton´s 12, Minneapolis; Galerie Louis Carré, Paris (jeweils mit rückseitigem Aufkleber), Privatsammlung, Berlin

Lot 74 D

Estimate:
55.000 € - 70.000 €

Result:
90.440 €