Auction 905, Auction 900e Modern Art, 02.06.2007, 00:00, Cologne Lot 867

Hans Thuar, Endenicher Strasse

Hans Thuar, Endenicher Strasse, 1911, Auktion 905 - 900. Auktionen - Moderne Kunst, Lot 867
Hans Thuar, Endenicher Strasse, 1911, Auktion 905 - 900. Auktionen - Moderne Kunst, Lot 867

Öl auf Leinwand 50,5 x 65,5 cm, gerahmt. Unten links in der Darstellung signiert und datiert H. Thuar 1911. - Partiell mit kleinem Craquelé und einzelnen unerheblichen Farbausbrüchen.

Eggeling 20

Exhibitions

Bonn/Ahlen 1995 (August-Macke-Haus/Kunst-Museum), Hans Thuar, o. Kat. Nr., S. 50 f. mit ganzseitiger Farbabb.

Der Umzug Hans Thuars von Köln nach Bonn-Endenich 1911 gibt ihm die Möglichkeit, mit seinem Freund August Macke viel Zeit zu verbringen, gemeinsam fahren sie in die Umgebung zum Malen. In dem selben Jahr entsteht eine zu dem vorliegenden Werk in der Farbumsetzung ähnliche Ansicht einer "Dorfstraße", die aber kompositorisch nicht so ausgefallen und raffiniert den Ausblick auf die Stadt und sich dorthin bewegende Pferdekutschen und Straßenbahnen bietet, sondern sich in recht konventioneller Ansicht auf den Straßenzug und die dort verlaufenden Häuserzeilen konzentriert (s. Ute Eggeling, Hans Thuar, Recklinghausen 1984, Nr. 19, S. 28 mit ganzseitiger Farbabb.).

In den um 1911 entstandenen Landschaftsbildern setzt Thuar die Farbe zwar noch gegenstandsbezogen, aber zunehmend als gesteigertes Ausdrucksmittel ein. So wird der Bildinhalt durch die "neue Handhabung der Mittel der Kunst - Farbe, Form, Fläche - neu definiert. Thuar seziert sozusagen die Naturerscheinung gemäß seiner Wirklichkeitserfahrung und seines Augenerlebnisses, ohne sie zu deformieren, und baut aus dem Reichtum ihrer Formen eine neue Welt, so wie er sie empfindet und sie seiner inneren Vorstellung entspricht. [So] konnten wir einen Weg beobachten, der in die Tiefe verläuft und eine gewisse Tiefenwirkung suggeriert. Er mag durch die Natur vorgegeben sein. Wesentlich ist, daß dieser Tiefenwirkung Farbe und Farbflächen entgegenwirken. So entsteht eine Spannung zwischen Nähe und Ferne, Raum und Fläche." (Ute Eggeling 1984, op.cit., S. 36).

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