Auction 923, , 28.05.2008, 00:00, Cologne Lot 114

Auguste Herbin, Paul I

Auguste Herbin, Paul I, Auktion 923 Moderne Kunst, Lot 114

Öl auf Leinwand 100 x 72,5 cm, gerahmt. Unten rechts hellgrün signiert und datiert herbin 1948, unten links betitelt „paul".

Claisse 903 mit ganzseitiger Farbabb. S. 163

Provenance

Sammlung Rudolf Indlekofer, Basel

Literature

Geneviève Claisse, Herbin, Paris 1993 (Monographie), mit ganzseitiger Farbabb. S. 163

"Das Universum ist ein Ganzes, der Mensch ist ein Ganzes, das Werk muss ebenfalls ein Ganzes sein. Theorie und Technik, Idee und Mittel sind untrennbar. Unsere Empfindsamkeit muß mit Ausgewogenheit, mit Ordnung, mit Intensität, mit der Fülle des Ganzen in Übereinstimmung gebracht werden. Form und Farbe sind untrennbar. In der gegenstandslosen Malerei bestimmen Formen und Farben, eng aneinander gebunden, einen zweidimensionalen Raum, die Farben suggerieren durch ihre Eigengesetzlichkeit die dritte Dimension. Die Komposition bewirkt die Erfahrung von Zeit. Raum und Zeit kommen einzig durch Mittel der Malerei zum Ausdruck in einer Einheit, die ausschließlich das Werk ist, das irgendwo in einem unbegrenzten Raum bestehen könnte." (Auguste Herbin 1950, zitiert nach: Auguste Herbin: Texte 1932 - 1954, in: Ausst. Kat. Düsseldorf 1968 (Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen), Auguste Herbin, o. S.).

Den Text Herbins übersetzte Eva-Maria Fruhtrunk, Paris. Er ist laut dem Düsseldorfer Katalog den Jahrbüchern von "Réalités nouvelles" 1947 - 1954 entnommen.

Herbin hat 1948 insgesamt 18 Gemälde produziert. Die Komposition "Paul" existiert in zwei verschiedenen Varianten.

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